Um das Wichtigste erstmal vorwegzunehmen: Das "Spring Formal" war ein wenig enttäuschend. Der Abend war aber trotzdem sehr nett. Sally und ich hübschten uns gemeinsam zu Hause auf, während unsere dritte Mitwohni uns mit Tipps und Sicherheitsnadeln hilfreich zur Seite stand. Mein Date holte uns dann pünktlich um 21:30 Uhr ab und fuhr uns zum Grad College. Wir gingen aber nicht zur Party, sondern in einem Gemeinschaftsraum im Nebengebäude zum Vorglühen. In diesem Fall bedeutete das organisiertes Trinkspiel.
Introducing Flip-Cup:
Auf einer Seite der Tafel reihen sich die Mädels auf, auf der anderen die Jungs. Gespielt wird in Teams, Mädels gegen Jungs. Jeder hat vor sich einen Plastikbecher mit etwas Bier darin stehen. An einem Ende der Tafel beginnen zwei Kontrahenten, trinken ihr Bier aus, stellen den Becher auf die Tischkante und versuchen ihn durch einen Schlag von unten mit einem Finger, ihn im Flug in eine rotierende Bewegung zu versetzen, so dass er am Ende um 180 ° gedreht auf dem Tisch zu stehen kommt. Falls dies nicht gleich gelingt, wird der Becher wieder in die Ausgangsposition versetzt, und erneut versucht. So lange eben, bis er mit der Öffnung nach unten auf dem Tisch zu stehen kommt. Erst dann darf die benachbarte Person des eigenen Teams ihren eigenen Becher leeren und flippen. So kommt dann ein Rennen zwischen den gegenüberstehenden Parteien zustande, und das Team welches als erstes die Reihe vollendet, gewinnt. Dass der Tisch dabei immer pekiger wird, hilft übrigens.
Ja, das ist ein recht stupides Spiel. Aber mit 20 erwachsenen Leuten in Anzug und Kleidchen ist auch schon wieder ganz lustig. Gegen 23 Uhr, als wir uns sicher sein konnten, dass der Walzertanz- und Streichquartettpart beim Spring Formal vorüber war, ging es dann zur richigen Party. Dort war viel los, alle waren nett aufgehübscht, aber die Musik war laut und schlecht und das Ambiente erinnerte ein wenig an die Eröffnungsszene in der Disco im Film "Blade" - etwas düster und gruselig.
Es gab drei Sorten billigen Schnaps (Wodka, Gin und Rum) und Saft - das Ziel des Abends war offensichtlich, mit einem geringen Budget möglichst viele Menschen betrunken zu machen. Und möglichst vielen Menschen Kopfschmerzen zu verursachen. Für meinen Teil hat das funktioniert.
Eine kleine Randbemerkung: Wiebke, ich kann auch altrosa tragen!!
Ja es stimmt, du KANNST altrosa tragen - und es steht dir sogar! ;)
ReplyDeleteBei den Fotos überlege ich gerade mal wieder, ob es in den USA nur die roten (und blauen) großen Plastikbecher gibt und ob es die in einem anderen Land auch zu kaufen gibt. In Deutschland gibt es immer nur die kleinen weißen oder die etwas größeren, die aber durchsichtig sind. Mysteriös, mysteriös ...
Du siehst sehr schön aus in dem Kleid !
ReplyDeleteMaiki: Wunderschön! So ein altrosa ist einfach DIE Farbe der Wahl für offizielle und private Veranstaltungen :)
ReplyDeleteund ist man erstmal mit solchen Farben vertraut, dauert es nicht mehr lange und du greifst zu petrol! Merkwürdigerweise sind es bei der Farbe so, dass jeder Farbton zwischen blaugrün und türkis per "Bigalkischer Willkür"zu petrol definiert werden kan! Sehr hilfreich ;)