31 October 2011

Herbst?

Die Aussicht am Sonntagnachmittag von meinem Bürofenster aus:


30 October 2011

Halloween 2

Ach Mensch, da schneit es mal wieder ein bisschen, und schon ist die Rede von Schneesturm, Schneechaos, Millionen von Stromausfällen Betroffenen und sturmbedingten Todesopfern, die aber eigentlich beim Anblick eines durch das Schneegewicht herabgefallenen Astes einem Herzinfarkt erlegen sind.

Wir hatten es jedenfalls schön warm und gemütlich zu Hause. "Wir" waren eine zusammengewürfelte Gruppe aus Mitwohnis und teilweise stromlosen Freunden. Es gab lecker Glühwein, und nur zögerlich machten wir uns auf zur stromlosen Party. Wir hatten glücklicherweise einen (Hin-)Fahrer. Glücklicherweise deswegen, da nicht alle mit Gummistiefeln ausgestattet waren. Ich brachte meine batteriebetriebene iPod/iPhone-Musikbox mit, sowie eine extra Mütze und extra Schuhe. Auf dem Weg dorthin stoppten wir nochmal am Ivy Inn, wo ich mir noch Requisiten für mein Kostüm abholen wollte, Bierdeckel. Ich bin diesmal nämlich nicht als Poison Ivy gegangen, sondern als Ivy Inn. Die Idee war, einerseits wie eine der typischen Kundinnen auszusehen (Mitte 40, einsam, auf der Suche nach einem Bettgefährten, zu blond, zu gebräunt, zu viel Make-Up, zeigt zviel Haut), und andererseits auch das Besondere am Ivy wiederzugeben. Und da ich meinen Mitmenschen nicht genügend botanische Kenntnisse zutraute, hängte ich mir neben der Efeu(=Ivy)-Stola auch noch ein Schild "Ivy Inn" um.

Aber das war eh alles wurscht, war ja dunkel bei der Party. Nett war es trotzdem, und eine Zeitlang auch warm genug, sie hatten einen offenen Kamin, Snacks und kalte Getränke. Als es aber zu kalt wurde, nahmen wir uns ein Taxi nach Haus ins Warme.

Hier versuche ich zu Hause auf unserer Couch meinem Kostüm entsprechend besonders "needy" auszusehen. Ich sehe aber ein, dass es mir nicht besonders gut gelingt.



29 October 2011

Wintereinbruch

Krass, es schneit!! Den ganzen Tag schon. Die ersten meiner Freunde haben Stromausfall, da mal wieder Baeume auf Stromleitungen gefallen sind, und fallen hier ein. Denn wir an der Nassau Street, Princetons Lebensader, haben natuerlich noch Strom. Die Halloween-Party heute abend findet in einem Haus statt, welches etwa 1.5 km von hier entfernt, also (fuer Kontinentaleuropaeer) gut zu Fuss zu erreichen ist. Die Jungs, die die Party organisieren, teilten gerade ueber Facebook mit, dass sie zwar keinen Strom haben, die Party aber trotzdem stattfindet. Die Gaeste sollten Lichtquellen und batteriebetriebene Musikanlagen mitbringen. Wir machen es uns aber erstmal bei uns im Warmen bei Licht, Musik und Gluehwein gemuetlich, und entscheiden dann spaeter, ob wir tatsaechlich noch durch den Schnee wandern wollen.

28 October 2011

Dentales

Mein Zahnarzt hier ist ein wenig seltsam, aber meine Krankenversicherung hat das letzte Mal alles bezahlt, von den Röntgenbildern bis hin zur Zahnreinigung, daher will ich mich nicht beschweren. Außerdem gab es zum Abschied eine Zahnbürste mit den Insignien des Doktors, sowie jeweils eine kleine Packung Zahnpasta und Zahnseide. Und Dinge für umsonst sind ja immer toll.

Beim letzten Mal kümmerte sich für etwa 30 Minuten eine nette junge Frau um mich, nahm die Röntgenbilder auf, führte die Zahnreinigung durch, usw. Erst im Anschluss hatte ich dann für 5 Minuten lang mit dem etwa 60-jährigen Herrn Doktor höchstpersönlich zu tun. Er schaute sich kurz die Zähne an (und berechnete dafür später $57) und kommentierte dann die Tatsache, dass ich auf einem Herrenfahrrad in einem Kleid zur Praxis geradelt sei. Das fühlte sich schon ein wenig unangebracht an, aber ich bin ja nicht zimperlich.

Gestern beim zweiten Termin, als ich ihn nach der 25-minütigen eigentlichen Behandlung durch die junge Frau endlich zu Gesicht bekam, kommentierte er meine Stiefel und fragte mich, warum Stiefel eigentlich sexy seien. WTF?!?

27 October 2011

Weihnachten

Die Halloween-Zeit ist fast vorbei, Thanksgiving nähert sich in Riesenschritten und für Samstag ist der erste Frost angesagt. WEIHNACHTEN steht vor der Tür! Und an Weihnachten komme ich nach Hause und hoffe, mit möglichst vielen von euch einen Glühwein zu trinken!

Leider wird es in diesem Jahr wieder ein Kurzaufenthalt, da ich erst am 23.12. ankomme und schon am 30.12. morgens wieder abzische. Ich würde mich aber sehr freuen, den einen oder anderen zwischen dem 24. und 29.12. in Norddeutschland (z.B. in Braunschweig) anzutreffen!

24 October 2011

Halloween 1

Meine erste Halloweenparty des Jahres war prima. Wir trafen uns zum Vorglühen (oder pre-gaming, wie der Amerikaner sagt) bei uns zu Hause, gingen angeheitert genug, um sich nicht zu doll in der Öffentlichkeit zu schämen, zur Party, feierten dort und anschließend zum Ausglühen noch ein bisschen bei uns zu Hause. Ich war Poison Ivy (aus Batman), beziehungsweise das Ivy, meine Lieblingskneipe. Und ja, das Kostüm ist skandalös kurz.





23 October 2011

An alle, die gerade auf Jobsuche sind. ..

... ich hoffe, es laeuft gut bei euch und ich wuensche euch ganz viel Glueck! Ich weiss, dass nicht jeder in der Position ist, die Geschichte so ernstlos anzugehen, wie ich es gerade tue. Aber glaubt mir, in einem Jahr, wenn ich wirklich auf der Suche sein werde, habe ich bestimmt eine andere Einstellung.

22 October 2011

Chicago 3c - Working for the Good Guys

Ich war fest entschlossen, mich bei meinem Vorstellungsgespraech mit Cummins zu amuesieren. Ich war sogar noch uninteressierter an einem Job bei dieser Firma, von der ich noch nie etwas gehoert hatte, als an einem Job bei Chrysler, wo ich zumindest eine Vorstellung von moeglichen Taetigkeiten hatte. Ich habe ja nicht umsonst knapp 10 Jahre in VW-Werknaehe gewohnt und die Haelfte der Zeit mit Elektrotechnikern zu tun gehabt.

Ich traf auf Matt, ein Manager um die 40 mit technischem Hintergrund und PhD. Er stellte mir keine einzige Frage, die nicht konkret mit dem Job zu tun hatte. Wir spielten also diesmal nicht das typische Vorstellungsgespraech-Spiel, dessen Regeln ich ablehne zu lernen. Zumindest im Moment noch, wo ich es mir leisten kann. Matt war nicht so lustig wie die beiden Ladies zuvor, war aber auch zum Glueck nicht komplett immun gegen meine Jokes, mit denen ich ja immer gerne das Eis zu brechen versuche. Die erste Frage war, was ich ueber Cummins wisse. Ich wusste, dass sie Motoren und Generatoren bauten. Er erzaehlte mir noch ein bisschen mehr ueber die Struktur der Firma, und in welcher Abteilung er sei, dieselbe Abteilung, fuer die er mich interessant fand. Wir sprachen ueber meinen Lebenslauf. Offenbar ist es ein richtiger Bonus, Materialwissenschaftler mit Chemie-Hintergrund zu sein. Mir war ja frueher nie so richtig klar, ob es vorteilhaft sei, von der Chemie zum Ingenieurwesen zu wechseln, aber fuer Industriejobs hat es sich jetzt als eine sehr gute Entscheidung erwiesen. Das Problem in der industriellen Forschung ist naemlich die Kommunikation zwischen (Natur-)Wissenschaftlern und Ingenieuren. Ja, da kann ich ein Lied von singen, waehrend meiner Promotion ist mir das doch auch bei der einen oder anderen Gelegenheit aufgefallen. Oder jeden Tag.

Ich habe bisher ausschliesslich mit optischen Glaesern gearbeitet. Daher fragte mich Matt, ob ich mich auch bei Corning beworben haette. Ich bestaetigte dies, und er meinte, dass das ja die perfekte Firma fuer meinen Lebenslauf sei, aber dass ich ja alternativ auch etwas komplett anderes machen koennte. Und ob diese Herausforderung nicht interessanter fuer mich sei. Bei ihm wuerde ich an Katalysatoren fuer Verbrennungsmotoren arbeiten. Das oeffnete mir ein wenig die Augen, denn bisher dachte ich, dass Firmen lieber Bewerber einstellen, die schon ein wenig ueber den zukuenftigen Job wissen und etwas Erfahrung auf dem Gebiet mitbringen. Aber nein, zumindest auf PhD-Level fuer Positionen in der Forschung/Entwicklung reicht es, wenn man zeigt, dass man wissenschaftlich forschen kann (= Publikationen), grob im richtigen Fachgebiet gearbeitet hat, motiviert und dann noch halbwegs sozialkompetent ist, worueber man ja im Vorstellungsgespraech einen Eindruck vermitteln kann. Alles andere kann man lernen. Das eroeffnet mir so viele Moeglichkeiten! Im Grunde kann ich jetzt fast ueberall in der Industrie arbeiten, denn Materialforschung gibt es in jeder groesseren Engineering-Firma.
Ich gab freimuetig zu, dass ich keine Ahnung haette, wie mein Job bei ihnen aussehen wuerde, dass ich nur Forschung an der Uni kenne, und dass ich aber durchaus offen fuer was Neues sei. Ausserdem sagte ich ihm noch, dass ich gerne fuer die good guys arbeiten wuerde, und ich noch nicht wuesste, ob Cummins dazugehoere. Ja, ernsthaft. Roxanne hat sich kaputt gelacht ueber meinen Idealismus, als ich ihr es spaeter erzaehlte.

Matt bat mich, ihn in ein paar Wochen anzurufen, wenn ich mehr ueber den Fortschritt meiner Bewerbungen bei Owens Corning und Corning wuesste und noch interessiert sei. Er gab mir seine Karte, obwohl er das wohl sonst nie taete. (Ich war neugierig und fragte, warum. Anscheinend ueberschwemmen ihn die Bewerber wohl mit E-mails) Habe ihm dann spaeter (mit schlechtem Gewissen) trotzdem eine Thank-You-Note gemailt, das macht man hier so.

21 October 2011

Chicago 3b

Über Ohio hörte man in den letzten Tagen nichts Gutes. Zum einen hat dort wohl vor kurzem jemand Suizid begangen und vorher noch seine Sammlung an Tigern, Löwen, usw. "in die Freiheit" entlassen. Die wurden alle von der Polizei erschossen, bis auf einen Wolf und einen Affen, die sich bisher noch verstecken konnten. Außerdem gab es da noch diesen Vorfall mit den Amish-Leuten, bei dem eine Gruppe von Amish einen Familienvater (ebenfalls Amish) zu Hause aufgesucht und mit Gewalt seinen Bart abgeschnitten hat.

Nachrichten dieser Art schickt mir Sally zu, seit ich ihr vom anhaltenden Interesse der Firma Owens Corning berichtet habe. Die stellen nämlich eigentlich nur Amerikaner ein, da ihnen das Arbeitsvisum-Verfahren mit Ausländern zu mühselig ist. Sie fanden meinen Lebenslauf aber trotzdem so interessant, dass sie mir vorschlugen, mich für ein Jahr in die Pampa nach Ohio zu schicken und in dieser Zeit mein Visum zu sponsern, mich aber anschließend nach Südostfrankreich (nahe Lyon und Genf) zu versetzen. Nun habe ich mich mit ihnen für nächste Woche zum Telefoninterview verabredet. Das wird mein erstes echtes Jobinterview.

Die Jobinterviews in Chicago waren hingegen ein Witz.

Im Sinne von sehr lustig. Ich hatte weder Zeit noch war ich sonderlich motiviert mich vorzubereiten. Ich hatte ein wenig die Befürchtung, mich zu blamieren, und zu offensichtlich die Zeit meiner Interviewer zu verschwenden, aber auf der anderen Seite konnte ich diese einmalige Gelegenheit ein echtes Jobinterview zu üben natürlich nicht ausschlagen. Interview Nr. 1 war mit Chrysler. Tracy hatte dort am selben Tag auch schon ein Interview gehabt und ein anderes Mädel, dass ich kannte, ebenso. Ihnen wurden dieselben verhaltenspsychologische Fragen gestellt. Und welches Chrysler Auto sie am liebsten mögen. Ich ging also zum Chrysler-Stand, traf dort Sandy aus der Personalabteilung und Kathy aus der "Feature Planning Group", was auch immer das heißt, zumindest schien sie mir von Fach zu sein. Sie stellten sich mir vor, und dann gingen wir zusammen in einen kleinen Interviewraum. Die beiden waren sehr gut gelaunt, und ich hatte fast das Gefühl, sie hätten schon den einen oder anderen Guten-Morgen-Sekt hinter sich. Wer weiß.

Sie stellten sich beide vor und erzählten jeweils ein bisschen was über ihren Lebenslauf. Ich erzählte ihnen gleich mal ungefragt, dass ich ja den Jeep ganz gerne mag. (Das einzige Auto von Chrysler, das ich auf der Straße erkennen würde.) Sie erklärten mir dann, dass sie ihren Kandidaten drei Fragen stellen würden, woraufhin ich sagte, dass ich das bereits wisse. Das fanden sie sehr amüsant und fragten, ob ich schon die Antworten vorbereitet hätte. Das war der Fall, so dass wir diesen Teil schnell abhaken konnten. Allerdings hatte ich mich nur halbherzig darauf vorbereitet, und bin wohl auch nicht übermäßig gut dabei weggekommen. Ein Beispiel: Ich sollte eine Situation beschreiben, in der ein Problem aufgetreten ist, und wie dieses dann gelöst wurde, bzw. was meine Rolle dabei war. Die anderen beiden Fragen waren ähnlich. Ich habe dann über experimentelle Schwierigkeiten im Labor berichtet, sowie über meine anfänglichen interkulturellen Probleme mit einem meiner Doktoranden. Man sollte sich natürlich eine Story aussuchen, in der man gut dasteht.

Wir plauderten dann noch ein wenig über mögliche Jobs, und an den Rest erinnere ich mich leider gar nicht mehr so detailliert. Ich glaube, sie wollten sich innerhalb von ein paar Wochen melden, falls sie etwas für mich hätten. Es war insgesamt eine sehr nette und lustige Atmosphäre, während der ich mich insgeheim selbst beobachten konnte, da ich wirklich nicht nervös war. Jetzt im Nachhinein würde ich sagen, dass ich mit mehr Vorbereitung einen besseren Eindruck hätte vermitteln können. Ich verhaspelte mich ein wenig bei der Frage, warum ich keine akademische Laufbahn verfolge. "Ist mir zu anstrengend" ist jedenfalls keine gute Antwort, das ist selbst mir klar. Ich denke nicht, dass sie meine "Bewerbung" weiterverfolgen werden.

Und morgen, in Chicago 3c, berichte ich über mein Vorstellungsgepräch mit Cummins.

20 October 2011

Chicago 3

Am Freitag öffnete die Career Fair um 10 Uhr morgens und wir rekrutierten fleißig, während jeweils eine von uns ab und zu Abstecher zu den anderen Ständen machte, um neues Spielzeug abzuholen oder einen Lebenslauf abzugeben. Von einem dieser Trips kehrte Roxanne zurück und drängte mich, doch jetzt endlich mal zu Cummins rüberzugehen, die hätten nach mir gefragt. Roxanne kann sehr überzeugend sein. Außerdem hatten sie mich zwischenzeitig sogar angerufen und eine Nachricht auf meinem AB hinterlassen, dass ich sie doch unbedingt an ihrem Stand aufsuchen sollte. Ich ging also hin und - zack - hatte ich ein zweites Jobinterview am selben Nachmittag. Außerdem hatte ich eine Nachricht von der Dame von Owens Corning auf dem AB, die mich bat nochmals am Stand vorbeizukommen. Das tat ich also, und sie stellten mir die Möglichkeit vor, ein Jahr in den US (Ohio) zu arbeiten und dann langfristig nach Frankreich zu gehen. Interessant. Dafür, dass ich noch nicht konkret nach Jobs suchen wollte, lief es erstaunlich gut.

Kleiner Exkurs: Warum ich noch nicht konkret nach Jobs suchen will.

Ich habe mich entschieden, die Uni zu verlassen. Mein Vertrag läuft Ende April aus, eine Verlängerung kann mein Boss sich nicht leisten und meine Publikationsliste ist zu kurz, um ernsthaft eine Hochschulkarriere verfolgen zu wollen. Ich bin nicht traurig drüber. Mein Rückflug ist für den 5. Mai 2012 gebucht, aber vor Oktober oder November will ich noch nicht arbeiten gehen, sondern erstmal REISEN. Los geht es in England im Mai, Lake-District-Bewandern mit Katharina, dann Cornwall, Dartmoor oder Wales an Pfingsten, dann zum London Swing Dance Exchange, und Kaitlin besuchen. Danach nach Cambridge, falls Katharina dann noch nicht die Nase voll von mir hat und schließlich möglicherweise ein Abstecher nach Schottland. Wenn ich keine Lust mehr habe auf Regen, geht es weiter in den Süden der USA, wo ich mir die großen Nationalparks, die Rocky Mountains, Kalifornien und noch viel mehr ansehen will. Danach geht es über Seattle nach Vancouver und durch Kanada durch bis nach Quebec. Es wäre gut, im September/Oktober in Kanada zu sein, aber Juli/August ist nicht die beste Reisezeit für den Süden der USA. Mal schauen, vielleicht kann ich noch einen weiteren Kontinent einschieben.

Ich wollte eigentlich so lange reisen, wie die Ersparnisse herhalten und mir dann einen Job suchen.


Auf der anderen Seite ist es natürlich auch nett, wenn man schon einen Job im Anschluss an der Hand hat.
Jetzt ist der Artikel schon so lang, dass ich über meine Interviews erst morgen in Chicago Teil 3b berichten werde.

19 October 2011

Chicago 2 - oder Career Fair Crazyness

Die Career Fair sollte am Donnerstagabend um 18 Uhr öffnen. Vorher hatten nur die Austeller und damit auch wir Zutritt. Was ich nicht wusste, ist, dass dies die beste Zeit ist!! Roxanne als alter Messe-Profi schnappte sich uns und eine Tasche am ersten Stand und wir liefen dann von Stand zu Stand, schnackten mit den anderen Ausstellern und tauschten Kram. Man glaubt ja gar nicht, was die alles auf einer Messe so weggeben! Ja, Kugelschreiber waren auch dabei:



Das blaue T-Shirt ist ein Schlumberger T-Shirt. Es gab Kompakt-Haarbürsten, Körperpflege-Reisesets, beleuchtete Schminkspiegel, "Woman Business Card Holder", Slipeinlagen-Boxen, Schraubenzieher, Bettlampen, Lunch-Taschen, Multi-Aufladegerät für iPhone, Kamera,.. und und und. Das Foto zeigt meine Ausbeute, aber ich war bescheiden. Es war aber unheimlich lustig, mit Roxanne und Tracy, die am Donnerstag dazukam, loszuziehen und mit den Ausstellern ins Gespräch zu kommen. So fand ich mich plötzlich mit einem Job-Interview-Termin für den nächsten Tag wieder. Mit Chrysler. Genau, die mit den Autos.

Außerdem unterhielten wir uns mit Leuten von Cummins, einer Firma, die Motoren und Generatoren baut. Und als Roxanne oder Tracy erwähnte, dass ich Materialwissenschaftlerin sei (ach so, das bin ich jetzt übrigens, selbsternannterweise...), waren die Cummins-Leute plötzlich sehr interessiert und baten mich, später nochmals wiederzukommen. Hab ich aber nicht gemacht. Hab noch nie was von denen gehört, und überhaupt, ich will ja noch gar keinen Job!

Bin aber trotzdem zum Stand von Corning gegangen, das wäre nämlich DIE Firma für mich. Die machen Glas und haben die Faseroptik erfunden. Ich gab denen also sicherheitshalber mal meinen Lebenslauf, den Roxanne mich genötigt hatte auszudrucken.

Gegenüber gab es dann noch Owens Corning, von denen ich noch nie gehört hatte. Aber die waren pink, also bin ich mal hingegangen und hab mit denen geplaudert, und auch die fanden meinen meiner Meinung nach mittelmäßigen Lebenslauf "impressive" und waren sehr interessiert. Die machen Baumaterialien wie zum Beispiel Fiberglas. Hab denen gesagt, dass sie mein Visum sponsern müssten, wenn ich für sie arbeiten soll, was wohl ein Problem darstellt.

Na gut, abends hatten viele der anwesenden Firmen sogenannte "Hospitality-Suites" im Angebot, wo es free food, open bar und Recruiter gab. Eine sehr schöne Idee. Tracy und ich gingen als erstes zu der Suite von Booz-Allen - der Name war schon sehr vielversprechend, und wir wussten da noch nicht, dass es in allen Suites Booze gab. Außerdem wollte Tracy ernsthaft netzwerken, da sie tatsächlich an einem Job bei Booz-Allen interessiert war. Wir gingen hinein und stellten fest, dass man Tickets für die Drinks brauchte, aber ein Mann in der Nähe war, der jede Menge davon hatte. Wir sprachen ihn mit "ticket-guy" an, bekamen Tickets, und fanden das alle drei sehr lustig. Später fanden wir heraus, dass das der Vize-Präsident von Booz-Allen war - Tracy war geschockt, ich fand es spaßig!

Und morgen gibt es Chicago Teil 3 oder wie man alle Interview-Tipps in den Wind schlägt und trotzdem Erfolg hat(?).

18 October 2011

Chicago 1



Dies ist Chicago. Das letzte Mal war ich gegen 1998 dort. Ich kann mich nur noch daran erinnern, dass wir damals den Sears-Tower bestiegen haben, und sehr beeindruckt von dem Hotel waren, in dem wir untergebracht waren und uns jeweils zu viert Doppelzimmer geteilt hatten.

Als wir am Mittwochnachmittag angekommen sind, war es allerdings schön sonnig. Ich bin mit Roxanne zur SWE (Society of Woman Engineers) Conference gefahren, um dort bei der Career fair unser Research Center vorzustellen, und Studenten für unser Sommerprogramm zu rekrutieren. Wir bauten also unsern Stand auf, Roxanne zog sich ins Hotelzimmer zurück, ich hübschte mich auf und ging aus. Ich war null vorbereitet, und lief einfach los. In einer willkürlich ausgesuchten Bar gab es dann Dinner für mich, ein knackig frisches Fisch-Sandwich zum Schnäppchenpreis und ein Bierchen. Ich erkundigte mich dann beim Barpersonal, wo man denn hingehen müsste, um guten Live Jazz zu hören, und glücklicherweise gab es gleich um die Ecke Andy's Jazz Bar. Dazu muss man wissen, dass es in Chicago einfach dazugehört, Live Jazz zu erleben. Dort gab es dann ein weiteres Bierchen, ziemlich abgefahrenen Jazz und die Gesellschaft von Duffy und Steven, zwei Brüdern in den Fünfzigern, die wegen einer Deck-builder-Konferenz nach Chicago gekommen waren. Das bedeutet, ihr Geschäft war, Dachterrassen zu bauen, und für ihresgleichen gab es tatsächlich eine Konferenz. Die beiden waren sehr unterhaltsam auf ihre etwas hinterwäldlerische Art. Trotzdem machte ich mich dann bald auf zurück zum Hotel, wo ich in der Hotelbar noch einen Margarita ausprobieren wollte, bevor es ins Bett ging. Aber auch hier blieb ich nicht lange allein, denn ein 40-jähriger Banker aus Miami (Teilnehmer einer Banker-Konferenz) langweilte sich, und unterhielt sich dann nett mit mir.

Und jetzt frage ich mich, wie cool es wirklich ist, beruflich viel reisen zu müssen. Bedeutet das, dass man abends entweder im Hotelzimmer fernsieht, oder sich mit Smalltalk in der Hotelbar mit ständig wechselnden Gästen begnügen muss? Für mich war es ja mal sehr nett, aber es kostet schon Energie, alleine an der Bar zu sitzen und so tun, als würde man sich großartig amüsieren.

15 October 2011

Lindy Exchange in Baltimore

Achtung - extrem tanzlastiger Post!!!

Nach einer großartigen Einweihungsparty und drei Stunden Schlaf ging es am Samstag nach Baltimore. Zum Glück hatte ich frühzeitig aufgehört, Bier zu trinken, so dass meine Vorfreude auf ein Wochenende voll Tanzen ungetrübt war. Mit dem Bus ging es nach Trenton, von dort mit dem Amtrak-Zug über Philadelphia nach Baltimore, und nach einer nur ca. 3.5 stündigen Reise war ich schon da. Ich machte mich mit dem Bus und zu Fuß bei strahlend sonnigem Wetter auf nach Fells Point, dem kopfsteingepflasterten historischen Hafenviertel, wo der erste Tanz des Samstages direkt am Wasser auf einem Pier stattfinden sollte. Den Freitagabend- sowie den Freitagnacht-Tanz hatte ich ja verpasst, so dass ich mich (trotz Schlafmangel) beinmäßig topfit ins Gewühl stürzen konnte. Ich traf auch gleich ein Princeton-Mädel zum Schnacken, sowie viele junge und nicht mehr ganz so junge Männer, die meine tänzerischen Fähigkeiten (noch) nicht einordnen konnten, mich daher reihenweise zum Tanz bitteten baten und mir fast keine Pause ließen. So sah das aus (ich bin leider hinter der Kamera):



Dann traf ich Kara, eine Tänzerin aus Baltimore, die mir und ein paar anderen Leuten netterweise ihr Haus zur Übernachtung zur Verfügung gestellt hatte. Wir kannten uns noch nicht, aber in der Szene war sie sehr bekannt und man konnte sie mir beschreiben:





Kara tanzt semi-professionell und hatte außer mir nur extrem gute Tänzer zu Gast. Ich war mitten unter Celebrities. Wir fuhren allesamt zu ihr nach Haus, wo Daniel aus London und Krunal aus Washington D.C. Dinner für uns kochten. Danach ging es dann zur Abendveranstaltung - Tanzen zu Live-Swing-Music - von 9 Uhr bis Mitternacht. Danach war noch nicht Schluss, sondern es schloss sich der Late-Night-Dance in einer ehemaligen Wassermühle an. Inzwischen war ich halbtot und tanzte nur noch im Halbschlaf. Und um diese Zeit entdeckte ich den Blues für mich. Man muss sich nur an einen starken Mann klammern, und der schleift einen dann zu langsamer Bluesmusik über die Tanzfläche. Ich glaube, ich bin dabei tatsächlich einige Male eingenickt. Mein letzter Tanz dieser Nacht war großartig. Ein besonders großer und starker Mann, sehr guter Tänzer, der sich dazu auch noch extrem gut auf seine Partnerin einstellen konnte, führte so gut, dass ich das erste Mal das Gefühl hatte, das das, was ich gerade tat, vermutlich gar nicht so schlecht aussah. Gegen 5 Uhr morgens ging es dann nach Hause und am nächsten Morgen, diesmal nach 6 Stunden Schlaf, fühlte ich mich doch tatsächlich ausgeruht.

Zum Brunch gab es Mimosas (Sekt + Orangensaft) anstatt Kaffee, und, wer hätte es gedacht, mehr Getanze, diesmal zu Live-Musik in einer Strandbar!







Barfuß im Sand tanzen ist übrigens sehr angenehm für müde-getanzte Füße.
Hatte mir dann spontan überlegt, den Abendtanz auszulassen und stattdessen abends nach Hause zu fahren und die Nacht in meinem eigenen Bett zu verbringen. Ich traf mich dann noch mit einer frischen Bekanntschaft in einer Bluesbar auf ein Bierchen und ein Tänzchen, er fuhr mich dann zu Bahnhof, und Sonntagnacht war ich schon wieder zu Haus.



Hier ist noch eine kleine Einführung zum Blues Dance:



Darin wird erwähnt, dass viele Tänzer Nerds sind. Das stimmt! Habe noch nie so viele Computer Scientists auf einem Haufen getroffen!

11 October 2011

"Our apartment is really totally great" Housewarming party - google translated

After we had on Wednesday in celebrating happy times already, it should go right down to business on Friday. Housewarming party birthday party for Sally plus. Sally and I were both a little out of practice when it comes to party planning, from are, therefore, we the whole thing quite relaxed in the American way addressed: one invites to 8 clock, beginning around the time also so slow to prepare for the party. We had also made about decorating ideas, and decided to leave the apartment to speak for themselves and add a few balloons. However, I was the only one with enough lung capacity to blow up (approach, ...?), support to these small, nasty balloons.

The guests were also impressed polite. In this picture my two European post-doctoral fellow with the girlfriend of one.

Much decoration but was not even necessary, because our apartment is really totally great. We have a fire out with fire escape and so that you reach by climbing through the kitchen window. Should not really, but it is so beautiful. And yes, that's like "Friends" and looks like this:

Our apartment is departing a long tube with a narrow hallway between the living room and kitchen, from which the two bedrooms and bathroom. It's quite far from the living room to the kitchen. The party shifted periodically from kitchen to living room and back. Sometimes there were two parties. The birthday cake procession from kitchen to living room, unfortunately, something went wrong. We carried the kitchen toward the living room of bekerzten cake, began to sing and actually expected Sally sitting on the living room sofa. But she came right behind us laughed out of the bathroom and broke in when the birthday song died away.

And below you can see a bit of our kitchen. Jens' former roomies, Nick and Michael:

My Mitwohni Sally and her boyfriend:

More kitchen. Wiebki realize you have the lantern? In this picture, by the way are a few Americans, a Scot, one German, one Canadian, a Swede and a few unidentified.

We have entered the race with a refrigerator, which was a bit of beer and wine-filled (and nothing else). I do not know why the guests made fun of him and even cheeky designated as a German refrigerator. Finally, we are at least come out with souvenirs of the guests with a nice, colorful contingent of beer and wine out of it, and can still celebrate one or two after-parties.

Zoom in on our kitchen table with a great apple tablecloth:

In this kitchen, there was also the dance routine with me and a guest who had brought a friend, and I happen to know from the Swing Dance. The dance ended with a dip and failed me on the floor. And I just had to look really, how many S to write "failed". Writes, "how many" we together?

And, Tadaa, here are the hosts. Sally, after a nap around 4:30 clock in the morning Sun, I think:

And I am - almost sober - disillusioned when I found myself with my half a hand in the mouth of Sweden, after I shipped the remains of the birthday cake in the fridge and a not insignificant amount of icing (something like chocolate coating, but much creamier and sweet) had glue on his fingers. I think I look a bit like this, as I would like to own abgeschlabbert the Icing:

By 5 clock, we are then got rid of the last guests, and at 8 clock, I'm standing out again to go to Baltimore. The kitchen floor looked way out of bad and bathroom and the hallway smelled of beer. A good party.

10 October 2011

House warming party

Nachdem wir am Mittwoch schon mal fröhlich angefeiert hatten, sollte es am Freitag richtig zur Sache gehen. Einweihungsparty plus Geburtstagsfeier für Sally. Sally und ich waren beide ein wenig aus der Übung, was Partyplanung angeht, von daher sind wir das Ganze recht entspannt auf die amerikanische Weise angegangen: man lädt zu 8 Uhr ein und fängt um die Zeit auch so langsam an, die Party vorzubereiten. Wir hatten uns auch Gedanken über Dekoration gemacht, und beschlossen, die Wohnung für sich selbst sprechen zu lassen und ein paar Luftballons hinzuzufügen. Allerdings war ich die Einzige mit genug Lungenvolumen (Ansatz, Stütze...?), um diese kleinen, fiesen Luftballons aufzupusten.



Die Gäste waren auch höflich angetan. Hier im Bild meine beiden europäischen Postdoc-Kollegen mit der Freundin des einen.



Viel Deko war aber auch gar nicht notwendig, denn unsere Wohnung ist wirklich total toll. Wir haben einen Feuerausgang mit Feuerleiter und so, die man erreicht, indem man durchs Küchenfenster klettert. Sollte man eigentlich nicht, aber es ist so schön. Und ja, das ist wie bei "Friends" und sieht dann so aus:




Unsere Wohnung ist ein langer Schlauch mit einem schmalen Flur zwischen Wohnzimmern und Küche, von dem die beiden Schlafzimmer und das Bad abgehen. Es ist ziemlich weit vom Wohnzimmer zur Küche. Die Party verlagerte sich periodisch von Küche zu Wohnzimmer und zurück. Teilweise gab es sogar zwei Parties. Die Geburtstagskuchen-Prozession von Küche zu Wohnzimmer ging leider etwas schief. Wir trugen den bekerzten Kuchen von Küche Richtung Wohnzimmer, begannen zu singen und erwarteten eigentlich Sally auf dem Wohnzimmersofa sitzend. Sie kam aber gerade hinter uns aus dem Badezimmer und lachte sich kaputt, als das Geburtstagslied erstarb.

Und im Folgenden sieht man ein bisschen von unserer Küche. Jens' ehemalige Roomies, Nick und Michael:



Mein Mitwohni Sally und ihr Boyfriend:



Mehr Küche. Wiebki, erkennst du die Laterne? In diesem Bild sind übrigens ein paar Amis, ein Schotte, eine Deutsche, ein Kanadier, ein Schwede und ein paar Unidentifizierte.



Wir sind mit einem Kühlschrank ins Rennen gegangen, der mit Bier und ein bisschen Wein (und nichts anderem) gefüllt war. Ich verstehe gar nicht, warum die Gäste sich darüber lustig gemacht und ihn sogar frech als deutschen Kühlschrank bezeichneten. Zum Schluss sind wir jedenfalls durch Mitbringsel der Gäste mit einem netten, bunten Kontingent an Bier und Wein aus der Sache herausgekommen, und können noch ein bis zwei Nach-Parties feiern.

Zoom-in auf unseren tollen Küchentisch mit Apfeltischdecke:



In dieser Küche fand auch die Tanzeinlage statt, mit mir und einem Gast, den ein Freund mitgebracht hatte, und den ich zufällig vom Swing Dance kannte. Der Tanz endete mit einem missglückten Dip und mir auf dem Fußboden. Und ich musste gerade tatsächlich nachschlagen, mit wievielen S man "missglückt" schreibt. Schreibt man "wievielen" eigentlich zusammen?

Und, tadaa, hier sind die Gastgeber. Sally, nach einem Nickerchen so gegen 4.30 Uhr morgens denke ich:



Und das bin ich - schon fast wieder nüchtern - ernüchtert, als ich mich mit meiner halben Hand im Mund eines Schweden wiederfand, nachdem ich die Reste des Geburtstagskuchens in den Kühlschrank verfrachtet und eine nicht unbedeutende Menge Icing (sowas wie Schokoüberzug, aber viel cremiger und süßer) an den Fingern kleben hatte. Ich finde, ich sehe ein bisschen so aus, als hätte ich das Icing selber gerne abgeschlabbert:



Um 5 Uhr sind wir dann die letzten Gäste losgeworden, und um 8 Uhr bin ich schon wieder ausgestanden, um nach Baltimore zu fahren. Der Küchenfußboden sah übrigens schlimm aus und Bad und Hausflur stanken nach Bier. Eine gute Party.

Teaser

Ein kleiner Vorgeschmack auf meine Wochenendberichterstattung:

1. Einweihungsparty
2. Tanzen in Baltimore
3. Es war großartig!
4. Es gibt Fotos!

6 October 2011

Es gibt keine Fotos...

... oder gar Videos von meinem gestrigen Karaoke-Auftritt. Aber Feedback: "For Karaoke, it was ok", "You didn't look like you were having fun", "it was not the worst thing I've ever heard".

Gestern hatte mein Mitwohni Sally Geburtstag und wir trafen uns im Ivy. Eine Freundin hatte eine rosa Prinzessinnen-Tischdecke auf einem der Tische ausgebreitet und lustige Party-Hüte verteilt. Der DJ gratulierte Sally öffentlich und wir, die Gäste, widmeten unsere Songs dem Geburtstagskind. Ich entschuldigte mich auch dafür.

Ich trug "Don't speak" von No Doubt vor, sang diesmal alleine und ohne Hilfe vom DJ, habe mich dabei auch gehört (*schluck*), und singe tatsächlich weniger gut, als ich gedacht hatte. Aber wenn alle gut wären, wäre Karaoke ja auch nicht so lustig.

5 October 2011

4 October 2011

Trimm Trab

Gestern beim Laufen habe ich mich ein wenig ver-laufen, und fand mich plötzlich in einem Wald wieder, umringt von einer Horde Rehlein. Die ließen sich fast streicheln, so nah kam ich ran. Aber da das Laufen gerade so flockig ging, konnte ich leider nicht stoppen. Übrigens vermute ich, dass ich noch nie zuvor 7 km am Stück gelaufen bin. Und wenn ich an die 3 km Läufe in der Schule zurückdenke, glaube ich auch nicht, dass ich mir damals vorstellen konnte, jemals Spaß am Laufen zu haben.

Das nächste Ziel sind dann die 5 Meilen (8 km).
Und dann der Marathon. Haha.

Zum Laufen fällt mir da noch ein, dass es bei Spiegel Online einer super Kolumne übers Laufen gibt, die ich Läufern, und vor allem anderen Möchtegern-Läufern, ans Herz legen möchte.

3 October 2011

New York Blues

Blues Dance ist ... öhm... interessant.

Der größte Unterschied zum Swing-Dance ist wohl, dass es beim Blues keinen Grundschritt gibt, in den man sich retten kann, wenn man nicht versteht, was der Mann einem mit seinen Bewegungen sagen will. Der Mann kann führen, was er will, also vorwärts oder rückwärts gehen, hin und her wackeln, was auch immer, und die Frau muss die Gewichtsverlagerung fühlen und in Schritte oder Hüftbewegungen übersetzen. Man tanzt schön eng, damit die Kommunikation einfacher ist. Um genau zu sein tanzt man so, als würde man einen Freund umarmen und nimmt dann (als Frau) den rechten Arm runter und greift die Hand des Partners. Ich habe also am Samstag etwa 30 Leute umarmt.

Nun ja, es war eine Erfahrung wert. Und ich habe nette Leute kennengelernt, mit denen ich abends zum Dinner ging (vegane Pizza!), bevor ich mich später noch mit Bekannten aus Princeton auf ein Bierchen traf.