6 January 2012

Vorsätze

Ein neues Jahr hat begonnen und damit die Zeit, in der man langsam seine guten Vorsätze fürs neue Jahr über den Haufen wirft. Ich finde die Tradition, sich um Weihnachten und den Jahreswechsel herum Gedanken über das neue Jahr und positive Änderungen zu machen, schön.

Die Jahre 2009 und 2010 hatte ich der Gesundheit gewidmet. Ich habe abgespeckt, angefangen, wirklich  regelmäßig Sport zu treiben anstatt nur phasenweise, sowie Yoga und Meditation ausprobiert.
Im Jahr 2011 habe ich die Vorsätze "auf hohen Schuhen laufen lernen" und "Karaoke singen" erfüllt.

Es gibt aber auch Misserfolge zu berichten. Mein 2010 Vorsatz, einen Handstand zu lernen, konnte ich leider nicht erfüllen, obwohl ich mich erinnere, es auf einer Wiese in Maine probiert zu haben. Dies ist sehr schade, aber in meinem Alter muss man ja dann auch langsam mal an die armen Knochen denken.

Das Jahr 2012 steht für mich unter dem Motto Darstellende Kunst. Ich habe vor, an meinen Tanzfähigkeiten zu arbeiten, sowie mein Karaoke-Stimmtraining auszuweiten.

Was sind eure guten Vorsätze?

1 January 2012

Gutes altes, frohes neues!


2011 war ein gutes Jahr. Ich habe es in Deutschland ausklingen lassen und muss sagen, dass meine Heimat doch durchaus ihre angenehmen Seiten hat. Kaffee in richtigen Tassen hatte ich ja schon erwähnt, aber auch die deutsche Küche hat was für sich.

 


Pokern an Weihnachten mit der Familie.


Spazieren gehen um den Hardausee.


Freunde, die einem den roten Teppich ausrollen.



Freunde, die einen nicht vergessen haben, obwohl man ewig nichts von einander gehört hat.


Und Berlin.



30 December 2011

Schland 3 - Kontrolliert

Wie oft mein Pass bei der Einreise nach Deutschland kontrolliert wurde: einmal.
Wie oft mein Pass bei der Einreise in die USA kontrolliert wurde: sechsmal.

Schland 2

Freunde und Familie, die ich (wieder-)
sehen/sprechen durfte:

Imke, Olaf, die lieben Eltern, Hannes, Ulli, Steffen, Mathias, Ling, Stefan, Johanna, Lea, Jost, Mats, Bosse, Katharina, Paul, Basti, Inga, Michi, Dirk, Erich, Kristina, Grobi, Martin.

Personen, die den roten Teppich fuer mich ausgerollt haben: Katharina

Personen, die ich gerne gesehen haette, aber zu verpeilt war zu sehen: Kai und Vanni :(

25 December 2011

Na dann wolln wir mal...

... fröhliche Weihnachten allesamt!!



24 December 2011

Schland

Bin nicht nur vom Klopapier erfreut, sondern auch vom Milchkaffee in einer richtigen Tasse mit Keks, und einem Drink mit alten Freunden im Komma, meiner Lieblingskneipe zu Schulzeiten.

23 December 2011

Angekommen!

Nach einem ganzen Jahr habe ich es doch jetzt endlich mal wieder nach Deutschland geschafft! Und was ist mir als erstes aufgefallen? Hochwertiges Klopapier sogar auf der ollsten Bahnhofstoilette. Bin jetzt seit 26 Stunden auf den Beinen, und werde gleich mal versuchen, Auto mit manueller Schaltung zu fahren. Es kommt mir aber ohne Glatteis enttäuschend unspektakulär vor. Ich mach dann später mal Fotos von den Kratzern im Auto nach meinem ersten Einparkversuch nach langer Zeit.

22 December 2011

Bin auf dem Heimweg!

Mein Flugzeug wartet schon auf mich, aber wir fliegen etwas spaeter als geplant los, damit wir nicht zu frueh ankommen... Haben wohl Rueckenwind :)

19 December 2011

Meine Arbeitsgruppe

Hier als Weihnachtsgrußkarte. Man beachte den Boss im Hintergrund!

16 December 2011

Weihnachtsfeier Nr. 2

Weihnachtsfeier Nr. 1 in diesem Jahr war ein Weihnachtsmittagessen, und es war nett, aber nicht unbedingt berichtenswert. Gleich startet aber Weihnachtsfeier Nr. 2, die legendäre MAE Holiday Party, bei der ich letztes Jahr schon so einen Spaß hatte. Meine Arbeitsgruppe hat sich überlegt, sich gesammelt aufzuhübschen, mit Anzug/Kleidchen und einem roten Accessoire. Und ich habe auch bereits rote Hosenträger gesichtet.  Das war übrigens nicht meine Idee, aber ich finde sie super! Nur traue ich mich in meinem kleinen Schwarzen und mit rotem Blümschen im Haar nicht auf die Straße oder aus meinem Büro raus. Ich muss erst sichergehen, dass meine Kollegen auch da und overdressed sind.

Berichterstattung folgt vermutlich. Mit Fotos.

Flying home :)


Ella Fitzgerald - Flying Home on Vimeo.

Edit:
Ok ich meinte eigentlich dieses hier:


14 December 2011

12 December 2011

A Christmas Carol

Charles Dickens' Weihnachtsgeschichte ist ein Klassiker, der im McCarter Theater in Princeton jedes Jahr zu Weihnachten fast täglich aufgeführt wird. Ich hatte mir irgendwann im Sommer mal zwei Tickets gekauft, mir dann gestern die Brianna geschnappt, um uns entsprechend in Weihnachtsstimmung zu bringen. Meiner Meinung nach gibt es ja keine schlechten Sitzplätze im Theater, und so saßen wir zum Superschnäppchenpreis direkt vor der Bühne ganz in der Ecke. Ich konnte zwar den linken Bühnenrand nicht erkennen und hatte auch nur begrenzte Beinfreiheit, aber dafür hatten wir eine einzigartige Perspektive. Wir konnten den Tänzerinnen unter den Rock schauen, den Speichel der Schauspieler erkennen, und sogar ein wenig Action hinter der Bühne miterleben. 

Das Stück war sehr rührend, Mr. Scrooge sehr griesgrämig (humbug!), und auch die vielen Kinderdarsteller waren tuffig. Nach amerikanischem Standard wurde auch heftigst auf die Tränendrüse gedrückt, so sehr, dass ich bei der Szene, in der der zur Besinnung gekommene Scrooge dem auf Krücken laufenden schwerkranken Tiny Tim am Weihnachtsfest die Spieluhr überreichte, die er selber als kleiner Junge von seiner kurz darauf verstorbenen Schwester erhalten hatte, mehr lachen als weinen musste.

Noch 10 Tage, dann komm ich nach Haus!

10 December 2011

Fünfzig Schnuller von Drogen-Erwin

Als ich mir heute morgen zur Feier des Tages besondere Mühe mit meinem Oatmeal (Rezept s. u.) gab, musste ich daran denken, dass wir als Kinder auch ab und zu mal Haferbrei zum Frühstück bekamen. Aber wir wussten es vermutlich nie so richtig zu schätzen, dass die Erzeuger (Mutti!)  extra früh aufgestanden waren, um rechtzeitig vor der Schule ein warmes Frühstück zu servieren.

Wie bringt man Kindern bei, Essen zu schätzen zu wissen? Sie bekommen es ja mehrmals täglich automatisch vorgesetzt und mögen manches mehr, manches weniger, sehen Essen aber im Allgemeinen eher als spielunterbrechendes notwendiges Übel an. Dies interessiert mich übrigens wirklich. Falls irgendwer eine Idee hat, bitte ich um Kommentare!

Ich weiß jedenfalls, welche Art Essen ich als Kind zu würdigen wusste. Ich habe mir mal für fünf Mark fünfzig Schnuller bei Drogen-Erwin gekauft. Ich erinnere mich nicht mehr, woher die fünf Mark kamen, vermutlich ein Geschenk von meinem Opa, der uns gerne mal einen "Heiermann" zusteckte. Ich war wohl elf oder zwölf Jahre alt, ging in Suderburg zur Schule. In der Nähe der Schule war die Drogerie Hoffmann, ein Laden, der schon lange nicht mehr existiert, und damals Zigaretten, Rattengift, Silvesterkracher und Haribo verkaufte. Drogen-Erwin war der Besitzer. Der hieß halt schon immer so, schon bevor ich wusste, was Drogen sind. Ein kleiner, hagerer, kettenrauchender, älterer Mann, zu dem die Kinder nach der Schule gingen, um eine "bunte Tüte" zu kaufen. Drogen-Erwin hatte eine ordentliche Auswahl der großen Haribo-Plastikdosen und zählte die einzelnen Haribo-Teile geduldig ("von jedem einen bitte") mit der Hand ab. Die Haribos schmeckten immer leicht nach Aschenbecher. Mit meinem Schatz von fünf Mark fuhr ich also nachmittags mit dem Fahrrad von Hamerstorf die zwei Kilometer nach Suderburg zur Drogerie Hoffmann, ließ mir von Drogen-Erwin fünfzig Haribo-Schnuller in zwei große Papiertüten abzählen und war hocherfreut, was für eine Menge Schnuller ich nun besaß. Ich weiß nicht mehr, wieso ich dachte, es sei eine gute Idee, fünfzig Schnuller zu kaufen. Ich brachte sie am nächsten Tag mit in die Schule, verwahrte sie unter meinem Tisch und verteilte ab und zu welche an meine Mitschüler. Ich glaube, ich war damals schon lustig, und erzählte allen augenzwinkenderweise, dass ich Freunde kaufen wollte. Ich weiß auch nicht mehr, wie lange es dauerte, alle Schnuller loszuwerden, oder ob ich tatsächlich neue Freunde gewann.Und zu guter Letzt weiß ich auch nicht, warum ich heute an diese Geschichte denken musste, aber hier ist das Rezept für ein leckeres, gesundes Frühstück:


Special Occasion Oatmeal für eine (hungrige) Person

1/2 Tasse Haferflocken
2 Esslöffel Rosinen
Prise Salz
1 1/2 Tassen Wasser

2 Esslöffel Walnüsse
1 Esslöffel Honig
Zimt

Haferflocken, Rosinen, Salz und Wasser zum Kochen bringen und auf kleinster Flamme köcheln lassen, dabei ab und zu rühren. Wenn die Haferflocken beginnen am Topf anzusetzen und die Konsistenz noch ein wenig zu flüssig für Brei erscheint (nach max. 10 min), das Oatmeal auf einen flachen Teller gießen. Beim Abkühlen verdickt sich der Brei noch. Mit zerdrückten Walnüssen bestreuen, den Honig großflächig drübergießen und mit Zimt bestäuben. Etwas abkühlen lassen. Guten Appetit!

9 December 2011

Fashionable?

Ich hatte mal irgendwann irgendwem angedroht, ein paar meiner Kleidchenneuzugänge vorzuführen. In den USA gilt der Europäer als besonders gut angezogen und setzt den Maßstab für Mode. Im Gespräch über besonders fein angezogene (männliche) Personen kommt auch regelmäßig die Frage auf: "European or gay?".

Mir macht es total Spaß, mich aufzuhübschen. Ich trage äußerst selten Hosen, mag wilde Farbkombinationen und die Amis denken, das wäre super fashionable. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob ich das so auch in Uelzen tragen würde. Daher die Frage: Too much?


Das einzige Neue hier sind übrigens die Socken. Wenn ich mir das Foto so ansehe, fällt mir auf, dass die Boots vielleicht etwas daneben sind. Besser wären Schnallenschuhe.


8 December 2011

Weihnachtsreiseplan

Meine Reisepläne haben sich deutlich konkretisiert. Ich schreibe hier mal alles schön auf, da kann dann jeder, der Lust und Zeit hat, versuchen, mich irgendwo zu erwischen.

Freitag 23.12. 7:30 Uhr Ankunft am Hamburger Flughafen. Möglicherweise dauert der Zoll auch noch ein weiteres halbes Stündchen. Von dort geht es dann irgendwann mit dem Zug oder meinem persönlichen Fahrer nach Hamerstorf. Begeisterter Empfang durch die Famile und ordentliches Mittagessen folgen.

17 Uhr Zanzibar in Uelzen mit Steffen und Imke, soweit ich weiß. Ihre Mutti hat meiner Mutti zumindest gesteckt, dass sie kommt. Vielleicht finden wir ja auch unser Jahrgangstreffen. Früher war das immer am 23.12., so lange bis die Leute, die immer alles organisieren, aufgehört haben, es zu organisieren. Open End in Uelzen.

Samstag 24.12. Hamerstorf. Nachts traue ich mich je nach Alkohol- und Eisspiegel ganz vielleicht auch noch ins Komma nach Uelzen.

Sonntag 25.12. Hamerstorf und Umgebung

Montag 26.12. Hamerstorf und Umgebung. Ich hoffe, die Lea an einem der beiden Feiertage in Suderburg anzutreffen.

Dienstag 27.12. Mit dem Zug morgens nach Berlin, unter anderem die Katharina besuchen :)

Mittwoch 28.12. Mit dem Zug irgendwann im Laufe des Tages wieder nach Hamerstorf. Ein genauer Plan steht noch aus.

Donnerstag 29.12. Mittags nach Braunschweig zur Inga und auf den Weihnachtsmarkt. Um 18:30 Uhr treffe ich dort auch noch die ehemaligen Elektriker-Kollegen am Feuerzangenbowlen-Stand. Wo sonst.

Um 20:40 Uhr mit dem Zug nach Hamburg in ein flughafennahes Hotel.

Freitag 30.12. Abflug




Dezember


7 December 2011

Nikolaus

Mensch, da habe ich es doch glatt versäumt, dem Dirk einen herzlichen Nikolaus zu wünschen! Oder zu bloggen. Oder diverse Leute auf meiner langen Liste anzurufen. Oder mich um meine bald fälligen BAFöG-Schulden zu kümmern. Freizeitstress - juchhu!

Weihnachten nähert sich mit großen Schritten, obwohl man das hier bei 16 °C und Sonnenschein kaum merkt - nur die Weihnachtslieder kommen einem etwas merkwürdig vor. Glühwein gibt es ja auch nicht. Heute morgen habe ich ein Auto mit roter Nase und Rentierhörnern gesehen und plage mich seitdem mit einem Reindeer-Rudolph-Ohrwurm herum.

Ich war am Wochenende in Albany, im Staat New York, zum Tanzen. An- und Abreise haben jeweils über 5 Stunden gedauert, so dass ich viel Zeit in Bus und Bahn unterwegs war. Dies war übrigens meine erste Busreise (im Stil von Megabus oder Greyhound), und es war spannend! Zum einen musste ich die richtige Bushaltestelle mitten in Manhattan finden, zum anderen den richtigen Bus, und dann zusehen, dass mein Gepäck nicht unterwegs "verloren" geht. Ich hatte nette Gesellschaft im Bus - gehörte zur ethnischen Minderheit, was mir bisher erst einmal in Brooklyn passiert ist. War eine lustige Reise mit kaputten Sitzen, lauter Hiphop-Musik, singenden Mitreisenden und nicht funktionierenden Leselampen. Es war auch eine gute Vorbereitung auf meine Große Reise im nächsten Jahr - Busreisen kann ich jetzt.

Mein Blog langweilte sich dagegen ein wenig, und die Schuhentscheidung habe ich auch noch nicht getroffen. Ich hoffe, ihr hattet alle einen vollen Stiefel und genießt heißen Glühwein bei kaltem Schmuddelwetter - ich werde darauf noch bis Weihnachten warten müssen.