4 February 2011

30 Tage

Ich lese gerne Blogs. Zur Zeit verfolge ich etwa 20 Blogs und lese regelmäßig die neuen Beiträge. Das mag manchem als Zeitverschwendung vorkommen, aber ich finde es sehr praktisch, da ich sie auf meinem Smartphone lesen kann, wann immer ich auf jemanden warte. Zum Beispiel auf Jens, wenn wir zum Mittag gehen wollen und ich mal wieder zu früh dran bin. Oder auf meinen Boss, wann immer wir einen Termin haben.

Die meisten wirklich guten Blogs zeichnet aus, dass täglich neue Beiträge erscheinen. Da ich meinen Blog etwas vernachlässigt habe, starte ich heute einen 30-tägigen Versuch, täglich zu bloggen. Dies kann verschiedene Konsequenzen haben:

1) Ich blogge jeden Tag, was dazu führt, dass a) meine Banalitäten auch die letzten treuen Leser und Kommentatoren verscheuchen (Erich, halte durch!), oder b) meine Beiträge interessanter und besser werden.

2) Ich gebe auf halber Strecke auf, was mir sehr peinlich sein wird, und ich erwarte Schmähungen in den Kommentaren.

Um zu schauen, ob überhaupt noch jemand mitliest, starte ich hiermit eine Umfrage (links im Bild) - seid ehrlich, es ist anonym! Viel Spaß mit meinem Blog, ich werde mir alle Mühe geben, den Inhalt unterhaltsam zu gestalten.

20 January 2011

Amerikanische Trinkspiele und Nackedeis

Ich bin ja eigentlich noch recht jung, aber seit meinem letzten Geburtstag fühle ich mich der 30 so gefährlich nah, dass ich mir alt vorkomme. Nun gibt es ja bekanntlich drei Strategien, sein wahres Alter zu vertuschen: Sich jugendlich kleiden, die Falten mit Makeup verspachteln oder mit Studenten abhängen.

Die erste Strategie war leider nicht erfolgreich. Mein Student assoziierte meinen Look zwar mit der Schuluniform der Mädels in seiner katholischen Grundschule, aber jünger fühlte ich mich dadurch auch nicht.

Die zweite Strategie ist in meinem Fall noch nicht anwendbar, und so machte ich mich auf, ein paar Studenten kennenzulernen. Ehe ich mich versah, landete ich auf einer Spontan-Party eines Maschbau-Grad-Students (entspricht in etwa einem Doktoranden) in seinem Häuschen auf dem Campus. In einem Anfall von geistiger Umnachtung erwähnte ich, dass es für Amerikaner keinen Sinn ergibt, mit Deutschen Trinkspiele zu spielen. Diese Herausforderung, welche gar nicht als solche gemeint war, ich hab ja nur einen gemeingültigen Fakt ausgesprochen, wurde angenommen, und ich fand mich im Kreis stehend wieder, im Rhythmus zum Lied "Thunderstruck" von ACDC nickend, und reihum solange Bier trinkend, bis das Wort "Thunder" zum nächstenmal fiel. Das Wort fällt recht oft, so dass in den meisten Fällen nur ein kleiner Schluck abfällt, aber ab und zu kommt eine längere Passage zwischen den Donnerschlägen, und derjenige, auf den diese fällt, kann sich glücklich schätzen, wenn er ein Miller Lite (so eine Art Pils mit Kribbelwasser verdünnt) erwischt hat. Oder unglücklich - je nach persönlicher Zielvorgabe.

Dies Spiel verjüngte mich um gefühlte 2 Monate, während alle anderen anfingen, sich wie 22-Jährige zu verhalten. Es folgten weitere, recht anspruchsvolle Trinkspiele, während denen weitere Regeln erfunden wurden. Zum Beispiel durfte man nicht mehr "trinken" oder "Drink" sagen, stattdessen Squirrel (Eichhörnchen). Ich vermute, das ging gegen mich, da sich die Amis gerne über Deutsche lustig machen, weil sie das Wort "Squirrel" nicht vernünftig aussprechen können und sich beim Versuch regelmäßig die Zunge verknoten. Rachsüchtig wie ich bin, hab ich dann die ganze Partygesellschaft die Choreographie zum Fliegerlied ("Und ich flieg, flieg, flieg, wie ein Flieger...") mittanzen und mitsingen lassen. Ein bisschen Bewegung tat uns allen gut und machte uns noch mal 3 gefühlte Jahre jünger.

Die Studenten waren nun also zu jung, um Alkohol trinken zu dürfen, und dies führt ja bekanntlich zu verstärktem Alkoholkonsum ("binge drinking"). Einige unter euch kennen sicherlich das Spiel "Ich hab noch nie...". Dies gibt es hier auch, und es heißt "Never have I ever...". Klingt kompliziert, ist aber so. Grammatikalisch durchaus anspruchsvoll zu später Stunde.

Sehr beunruhigt war ich, als sich auf einmal alle männlichen Gäste bis auf die Unterhose auszogen und raus in den Schnee liefen - ich hatte verpasst, wie irgendwer irgendwen herausgefordert hatte. Zum Glück zogen sie sich danach wieder an. Dieser Gruppenzwang scheint hier sehr üblich zu sein und natürlich hab ich Fotos für euch geschossen - in großartiger Handy-Qualität (und wie immer großklickbar):




Zu guter Letzt wurde Chat-Roulette angeworfen. Ich kannte es vorher nicht, und liebe Eltern und Minderjährige, bitte lest hier nicht weiter!

Beim Chat-Roulette wird man übers Internet per Zufallsgenerator mit Menschen auf der ganzen Welt verbunden, und unterhält sich ("to chat") dann per Videotelefonie mit denen. Meistens wohl nur für wenige Sekunden. Wenn die doof sind, klickt man sie weg, und bekommt die nächste Person auf den Schirm. Man sollte meinen, dass man so ja eine Menge interessanter Leute kennenlernen kann. Die meisten, die da mitspielen, sind aber entweder betrunken, Freaks oder betrunkene Freaks. Wie mir berichtet wurde, zeigen Mitspielende gerne mal ihre Geschlechtsteile vor, und freuen sich sehr über Zuschauer. Es gibt angeblich sogar ein Trinkspiel, welches auf Chat-Roulette basiert, und wann immer man einen P*n*s zu Gesicht bekommt, darf/muss man trinken.

Bevor es aber soweit kam, habe ich schnell nochmal das Fliegerlied angeworfen und damit alle wieder aus dem Cyberspace ins richtige Leben zurückgeholt. Jung und beschwingt ging es dann nach Haus, aber am nächsten Morgen fühlte ich mich dann doch eher wie 30.

2 January 2011

Twenty Eleven

Liebe Leser,
ein neues Princeton Jahr ist angebrochen, und standesgemäß sind Jens und ich in der größten Stadt der Welt (?), in New York, reingerutscht. Der Jetlag legte uns nahe, am Silvesterabend doch lieber früh ins Bett zu gehen, aber dem widersetzten wir uns tapfer und stiegen aufgehübscht gegen 17 Uhr in den Zug gen New York. Diese Idee hatten auch noch andere, und wie mir berichtet wurde, verbringt wohl die halbe Bevölkerung New Jerseys den Jahreswechsel in New York City am Times Square. Man kennt das ja vielleicht aus dem Fernsehen, die riesigen Displays und die Discokugel, die um Mitternacht herunter schwebt.
Wir dachten uns, dass wir ja schon immer mal nach Brooklyn wollten, das ist angeblich wie Manhattan, nur günstiger. Und so fanden wir dort ein kleines italienisches Restaurant mit sehr guter Pizza und karierten Tischdecken. Anschließend liefen wir Richtung Brooklyn Bridge, immer sichergehend, dass wir nicht versehentlich in einem schlechten Viertel landen. Stattdessen fanden wir ein ziemlich cooles Viertel. Zwischen Brooklyn- und Manhattan-Bridge, in Brooklyn am East River gibt's nette Bars, und in einer von ihnen genehmigte ich mir eine Grapefruitsaftschorle und Jens ein Bier. Ein betrunkener Künstler unterhielt uns nett, und die Zeit bis Mitternacht verging wie im Flug. Der Barkeeper wollte für mein Getränk kein Geld haben, und ein Pint Bier kostete auch nur $5. Um Mitternacht spazierten wir dann über die Brooklyn Bridge, hatten einen großartigen Blick Richtung Freiheitsstatue und auf ein Feuerwerk über Staten Island. Auf der Brücke wurden Sektflaschen geköpft - die Polizei schützte ja die Mengen am Times Square und war daher beschäftigt - und auf der anderen Seite ging es dann zurück in die U-Bahn, zum Bahnhof und zurück nach Princeton. Heute wurden wir dann von ganz besonderen Neujahrswünschen überrascht und ich nehme mir mal die Freiheit, das Kunstwerk hier zu veröffentlichen. Danke liebe Braunschweiger!!



Ich wünsche allen ein großartiges 2011, für viele ein besonders spannendes Jahr!

10 December 2010

Monkeyballs

Gestern war ich feiern. Und heute bin ich etwas weniger motiviert bei der Arbeit als sonst. Möglicherweise besteht da ein kausaler Zusammenhang. Dies kommt aber nun den Bloglesern zugute.

Ich hatte mich für die MAE (Maschinenbau-Department) Holiday Party angemeldet, und dieser Satz bedarf wohl einiger Erklärung.

Mein Boss Craig Arnold ist Physiker, unsere Arbeitsgruppe gehört aber zum MAE. Die Doktoranden in der Gruppe sind überwiegend Maschbauer, ein paar E-Techniker und ein Materialwissenschaftler. Die anderen Postdocs sind ein Chemiker und ein Physiker, sind aber beide vom MAE eingestellt. Ich hingegen bin vom PRISM eingestellt, eine Art Forschungsinstitut für Materialwissenschaften, das mehreren Departments zugeordnet ist. Rein technisch bin ich daher nicht im MAE. Oder in irgendeinem anderen Department. Man kann das aber auch anders sehen, und sich einfach zu allen Holiday-Parties einladen. Montag ist PRISM Holiday Luncheon, nächsten Freitag ist E-Technik Holiday Party.

Holiday-Party: Die Amis drücken sich ja gerne politisch korrekt aus; und um bei der Party niemanden wegen seiner Religion auszuschließen, werden ganz religionsneutral die "Feiertage" im Allgemeinen gefeiert, also nicht nur Weihnachten, sondern auch Lichterfest, Hanukkah und was sonst noch so im Winter anfällt.

Jens war nicht da und ich hatte keine Ahnung, ob ich überhaupt jemanden dort kennen würde - ich hatte aber Hunger, Lunch war ausgefallen, und durchs Fenster sah ich die Bar und fand, dass man sich als junge Frau in Anwesenheit von Maschbau-Doktoranden und Bier nicht langweilen sollte. Ich fand auch ziemlich schnell Anschluss - einige meiner Kollegen und mein Chef waren da - mein Chef machte mir klar, dass ich dort rein technisch nichts zu suchen hätte, das Bier war kalt, das Essen auch, alles in allem eine angenehme Feier.

Richtig lustig wurde es dann nach der Feier - das übriggebliebene Bier und einige Weinflaschen, sowie ein Turkey machten ihren Weg zum Atrium, dem Gemeinschaftsraum der Engineering Doktoranden.



Und dort wurden dann die Reste vernichtet und über wichtige Engineering-Fragen diskutiert:
Wie konstruiere ich einen Feuerzangenbowlentopf inklusive Brenner und Feuerzange mit einfachsten Mitteln.
Wenn die "Awesomeness" von Doktorand Tyler proportional zur "Awesomeness" seines Doktorvaters Dick Miles ist, wie groß ist der Proportionalitätsfaktor (richtig, in Princeton lästert man nicht über seine Chefs, denn die sind im allgemeinen einfach großartig - ernsthaft!).
Welchen Namen sollten wir unserer Gruppe auf unserer neuen Homepage geben, unter der Vorgabe, dass ein schönes Akronym entsteht.



Als der Sprit alle war, fanden sich noch etwa 10 Leutchen (darunter erstaunlich viele Ladies), die in der DBar (Doktorandenbar im Doktoranden-Wohnheim) weiterfeiern wollten, und ein Bier und ein Wasser später machte ich mich auf den Heimweg - laut Google Maps 1,5 Meilen und 31 Minuten. Ach so, für diejenigen, die das für unsere Arbeitsgruppe gefundene Akronym nicht lustig finden, weil sie mit der amerikanischen Umgangssprache nicht vertraut sind:
balls pl. [vulg.] -- die Eier Pl. [vulg.]

2 November 2010

Hälloween

Was machen eigentlich die großen Amerikaner an Halloween? Und ich meine nicht diejenigen großen Amerikaner, die ihre kleinen Amerikaner zum "Trick-or-Treat" begleiten. Sondern diejenigen, die mit dem Candy an der Tür warten. Ich habe keine Ahnung. Genausowenig wie alle anderen, mit denen ich den Abend des 31.10. verbringen wollte. Da waren nämlich nur Spanier, Franzosen, Australier und Deutsche involviert, aber nach einem kleinen Brainstorming bastelten wir uns folgendes Programm zusammen.

Vorbereitung:
a. sehr viel Candy kaufen
b. auf den letzten Drücker etwas kostümähnliches und Kürbisse kaufen

Durchführung:
c. "verkleiden"
d. auf Kinder warten und dabei
e. Kürbis schnitzen
f. Bier trinken
g. Candy vorkosten
h. Kürbissuppe kochen

Obwohl der Plan durchdacht war, haperte es schon an b., dem Kauf der Kostüme, denn auf den letzten Drücker ist erstaunlicherweise die Auswahl doch recht begrenzt, so dass wir uns auf den Kauf von Perücken beschränkten. Das sah in meinem Fall sehr hübsch aus (lange, blonde Locken, hach...), und im Falle von Jens und seinen Mitwohnis (blaue/violette Bobs, die allerdings eher wie Prinz-Eisenherz-Frisuren wirkten) so besorgniserregend, dass wir sie die Tür nicht alleine öffnen ließen. Zum Glück hatten wir noch eine Alibi-Hexe in unserer Runde, die ordentlich halloweenmäßig aufgemacht war.

Hier ein Foto von mir - neben einer blauhaarigen Schönheit, welche nicht erkannt werden möchte:



Von meinen Kollegen hörte ich heute, dass ihnen an Halloween abends so gut wie keine Kinder begegnet waren. Das wundert mich nicht, denn alle Kinder aus Princeton sowie Großraum Princeton liefen in Jens' Straße auf und ab, um Candy einzusacken. Ich denke, über 100 Kids klingelten an der Tür. Manche mehrmals. Die wenigsten wollten leider fotografiert werden, so dass ich Beispiele hier nur beschreibenderweise bringen kann. Very cute war ein kleiner, etwa 5-jähriger UPS-Mann, der eine passende Uniform mit Mütze trug und anstatt einer Tüte oder eines Korbs für die Süßigkeiten einen kleinen UPS-Pappkarton trug. Es kamen einige Supermarios und Luigis vorbei, ein paar kleine Bienen und ein kleiner Einstein, der aber gar nicht Einstein sein wollte, sondern ein Mad Scientist (verrückter Wissenschaftler). Das hat uns natürlich besonders gut gefallen, aber auf meine Ansage, dass wir hier alle Mad Scientists seien, reagierte er eher verwirrt. Aber ich vermute, diesen Witz wird er später noch öfter gehört haben.

Die Programmpunkte Kürbisschnitzen, Biertrinken und Candy vorkosten waren allesamt ein voller Erfolg. Von meinem letzten USA-Besuch vor über 10 Jahren hatte ich das Kürbismassaker etwas chaotischer in Erinnerung, aber mit Jens' Expertise am Messer hielt sich die Sauerei in Grenzen. Und die Suppe war sicherlich sehr gut, nach den ganzen Süßigkeiten ließ sich das nur schwer feststellen, aber die Gäste verlangten höflich Nachschlag.

Die Post

Ich mag die amerikanische Post. An den unmöglichsten Orten gibt es kleine United States Postal Service Offices, das höchstgelegene übrigens auf dem Mount Washington in New Hampshire. Meistens sind die Postoffices in kleinen, niedlichen Postgebäuden, wie auch hier in Princeton:



Und in den kleinen, niedlichen Postoffices arbeiten kleine, niedliche Postbeamte. Jedenfalls sind sie äußerst hilfsbereit. Wer sich wundert, weil er/sie von mir schon einmal Post mit "Happy birthday" und "I love you"-Stempel bekommen hat: Das war das Werk des Postbeamten. Den hatte auch die Schlange hinter mir nicht gestört. Leider werde ich ihnen in Zukunft nicht mehr so häufig begegnen, da ich bei meinem letzten Besuch bei der Post darüber aufgeklärt wurde, wie ich die beschränkten Öffnungszeiten umgehen und nach der Arbeit oder mitten in der Nacht meine Karten, Briefe und Päckchen verschicken kann.

Das Postoffice ist nämlich rund um die Uhr zugänglich, nur kann mir außerhalb der "Öffnungszeiten" niemand sagen, wieviel Porto ich brauche. Außerdem ist der Ständer mit einigen Produkten wie z.B. den bunten Luftpolsterbriefumschlägen mit einer Plane zugehängt. Der nette Postbeamte erklärte mir aber, dass ich mir trotzdem alles nehmen könnte, was ich bräuchte. Hinten steht der Preis drauf, ich sollte mir einfach am Automaten eine Briefmarke mit dem entsprechenden Wert kaufen und diese dann unter dem Schalter-Fenster durchschieben. Ebenso den Durchschlag mit der Zollerklärung. Das Päckchen kann man am Automaten wiegen, in einer Liste, die dort bereitliegt, nachschlagen, wieviel Porto man braucht, Briefmarken ausdrucken, aufkleben, Päckchen einwerfen.

Und weil es so gemütlich ist, verbringt dort auch ab und an mal ein Obdachloser die Nacht - die Postler stört das nicht.
Und wenn man mir bei der Arbeit nicht meine Kaffeetasse geklaut hätte, würde ich behaupten, Princeton sei der sicherste Ort der Welt.

Gewonnen!

Es ist mir eine große Freude, verkünden zu dürfen, dass wir eine glückliche Gewinnerin haben, die die exakte Zahl getippt hat. Auf ein großartiges Überraschungspaket aus Amerika - und dabei handelt es sich nicht um an Halloween übriggebliebene Süßigkeiten - darf sich KRISTINA freuen. Sie hat 67 Bohnen geschätzt. Herzlichen Glückwunsch!!



Für alle anderen, die übrigens überraschend knapp daneben lagen, bleibt als Trost nur die Vorfreude auf das nächste Gewinnspiel.

29 October 2010

Halloween Gewinnspiel

Halloween ist ausgebrochen. Und das merkt man nicht nur am Fernsehprogramm (Kettensägenmassaker am Nachmittag). Nein, auch beim Blick in die Vorgärten kann man diesen Feiertag nicht übersehen:



Man beachte im Vordergrund die Geier, die sich über menschliche Überreste hermachen.
Aus diesem Anlass gibt es hier und heute ein Gewinnspiel mit einem großartigen Überraschungspreis für den/die glückliche/n Gewinner/in. Wie viele Jellybeans befinden sich in diesem Glas? Wer der richtigen Antwort am nächsten kommt, bekommt ein Überraschungspaket mit amerikanischen Spezialitäten und einer handgeschriebenen Glückwunschkarte aus AMERIKA!



Als kleine Hilfe: Bei dem Glas handelt sich um ein handelsübliches Weinglas wie beispielsweise das Modell "Svalka Red Wine Glass" von Ikea. Und für diejenigen unter euch mit einem Auge für Details: Ist diese Weinglasdekoration nicht großartig? Elegant, und man kann die Gläser auseinanderhalten!

Lösungsvorschläge bitte in den Kommentaren unter einem Namen, den ich zuordnen kann, oder per E-Mail an mich. Pro Person nur eine Einsendung (ich werte die erste) und Einsendeschluss ist der 31.10.2010 um Mitternacht, meine Zeit. Also 01.11.2010 6:00 MEZ. Viel Glück!

20 October 2010

Auf besonderen Wunsch...

... meines fleißigsten Kommentators zeige ich euch meine neuen Laufschuhe - dazu sei gesagt, dass ich sie ausschließlich ob ihrer dämpfenden Eigenschaften ausgewählt habe:



Und ein paar Bilder (großklickbar) vom beginnenden Indian Summer. Der Baum vor meinem Haus und der Hochseilgarten für die Eichhörnchen:



Meine Straße, die Linden Lane. Ob es sich bei diesen Bäumen tatsächlich um Linden handelt, hab ich noch nicht herausgefunden. In der Walnut Lane um die Ecke gibt's jedenfalls keine Walnüsse.



Und dies ist der Weg zwischen meinem Office und dem Treffpunkt für den Gang zum Lunch:

18 October 2010

About running

Haruki Murakami ist ein Autor, dessen Erzaehlungen ich immer sehr gerne gelesen habe. Etwas freaky manchmal (oder laut Wikipedia "surreal"), aber immer originell. Sein autobiografisch angehauchtes Werk "What I talk about when I talk about running" ist dagegen ziemlich oede.

Heute beim Laufen dachte ich mir, ich sollte einen Blog uebers Laufen schreiben. Wer mich kennt, weiss, dass ich Laufen bloed finde. Es erscheint mir sinnlos, irgendwohin zu laufen, wo ich eigentlich gar nicht hin will. Andererseits moechte ich mich aber auch fit halten und der USA-bedingten erhoehten Kalorienzufuhr entgegenwirken. Dazu gehe ich ab und zu zum morgendlichen Zirkeltraining vom Unisport um 7.30 Uhr. Das ist allerdings mehr Hanteltraining als Ausdauersport, und so sehr ich meine neuen Madonna-Oberarme auch zu schaetzen weiss, fuehlte ich mich schon mal fitter. Insbesondere kamen meine Defizite zu Tage, als ich eines Tages versuchte, beim "BodyAttack"-Kurs mitzumachen und die crazy Instructor-Lady mich ob meiner Seitenstiche als kompletten Sportanfaenger einstufte. Ueber den Sommer konnte ich mich noch damit herausreden, dass mich die wochenendlichen Ausfluege zum Strand inklusive Beachvolleyball und Ueberlebenskampf mit Freakwaves mit einem Ausdauertraining versorgten. Aber spaetestens seit hier der Indian Summer Einzug haelt, gelten diese Entschuldigungen nicht mehr.

Nun habe ich nie abgestritten, dass Laufen der flexibelste Sport ist, den es gibt, und dass ich es zu schaetzen weiss, ueberall und zu jeder Zeit einfach loslaufen zu können. Mein damaliger Roomie Erik lief auch, Jens' ganze WG laeuft. Um mich also selbst zu motivieren, gab es erstmal fancy Laufschuhe fuer mich, denn es ist ja bekannt, dass diese fast von alleine laufen, man muss sie nur anziehen. Mit dem Anziehen wartete ich aber noch ein, zwei Wochen. Denn wenn ich schon sinnlos durch die Gegend renne, dann zumindest mit dem richtigen Soundtrack. Und nach einigem Rumgespiele habe ich jetzt das perfekte Zubehoer fuer meine Laeuferkarriere gefunden: neben guten Schuhen die richtigen Apps für mein iPhone. Zur Erlaeuterung fuer Nicht-iPhone-Besitzer: Ein "App" ist eine kleine Software fuer das iPhone, die man sich fuer Geld oder fuer umsonst aus dem Internet runterladen kann, z.B. kleine Spiele. Ich habe ein App (Cadence), welches meine Songs auf dem iPhone mit der korrekten BPM (beats per minute)-Zahl versieht und dann die Songs nach Tempo geordnet zu Playlists zusammenfasst, so dass man sich die richtige Playlist zum gewuenschten Lauftempo aussuchen kann.
Ein zweites App (SyncStep) geht einen Schritt weiter und detektiert mit dem Beschleunigungssensor im iPhone, wie schnell man laeuft, und sucht die vom Tempo her dazu passende Musik aus. Ein anderes App (GetRunning) laeuft parallel zur Musik und ist dazu gedacht, absolute Couchpotatoes zum 5 km Lauf zu bringen. Es ist ein 9 Wochen Programm mit dreimal 30 min Laufen/Gehen pro Woche, und waehrend des Laufes wird angesagt, wann man laufen und wann man gehen soll. Ist supi fuer Sportanfaenger - ich hingegen war tatsaechlich schon zu fit dafuer.

Mein absolutes Highlight ist aber das App RunKeeper, welches mit Hilfe des GPS Sensors im iPhone die Koordinaten aufzeichnet und anschliessend zu einem Online-Account schickt, so dass man die Strecke auf einer Karte nachvollziehen kann: Laenge, Hoehenmeter, Lauftempo. Ist gut fuer's Ego und fuer die Motivation.

Meine neuste Entdeckung für's Laufen sind aber die Podcasts von Dr. Bob. Dr. Bob's JogTunes ist so etwas wie eine Radiomusiksendung, die etwa 30 - 60 min läuft und beim Laufen gehört werden soll. Die Abfolge der Songs ist so abgestimmt, dass man einen langsamen Aufwärmteil hat, schnelle Sprintteile oder Intervalltraining und abschließend einen langsamen Abkühlteil. Die Sendung wird moderiert mit Informationen zu den Songs und zum weiteren Ablauf des Laufs, man wird also gut unterhalten. Und ich lauf dann mal jetzt los!

14 October 2010

Am Wochenende...

... gibt's neuen Stoff!

17 September 2010

Portland, Maine

Portland in Maine ist eine hübsche Hafenstadt, die wir leider nur im Dunkeln besichtigen konnten, denn wir hatten ja keine Zeit. Die mutmaßlichen Vorzüge von Portland werden aber von nun an leider immer von der Tatsache in den Hintergrund gerückt, dass in Portland unser Auto abgeschleppt wurde.

Zunächst wussten wir aber nur, dass es nicht mehr dort ist, wo wir es am Abend vorher abgestellt hatten. Das ist schon wichtig zu erwähnen, da das Auto, welches wir beim letzten Roadtrip verloren hatten, einfach in einem anderen Parkhaus stand - wer weiß, wie auch immer es dort hingekommen war... In diesem Fall waren wir uns aber sehr sicher. Ich kletterte also auf den nächsten Berg, um mir einen Überblick zu verschaffen.



Das half zwar nicht beim Autofinden, aber wenigsten können meine Leser nun erstens meine braunen Füße und zweitens meine durchtrainierten Oberarme bewundern. Jens fragte also den Dunkin Donuts Manager, wo denn die kleinen Autos hinkommen, wenn sie sich nachts auf seinem Parkplatz rumtreiben. Der gab ihm eine Telefonnummer, die nahmen wir mit zum Hotel, wo wir die Nacht verbracht hatten und wo uns genau dieser Parkplatz ans Herz gelegt worden war. Der Hotel Manager war außer sich, dass zum einen die hoteleigenen Parkplätze alle belegt waren, und zum anderen uns einer seiner Mitarbeiter geraten haben soll, bei Dunkin Donuts zu parken.

Hier sei vielleicht mal zwischendurch angemerkt, dass Dunkin Donuts eine amerikanische Fastfood-Kette ist, die auf Berliner (Pfannkuchen, Prillecken, Schmalzgebackenes,...) mit Loch in der Mitte spezialisiert ist. Es gibt auch einige Filialen in deutschen Großstädten. Zur Anschaulichkeit habe ich mal ein Foto aus dem Internet geklaut und werde es hier unerlaubterweise verwenden:



Zurück zum Hotelmanager. Er kümmerte sich rührend um uns, entschuldigte sich immer wieder, rief mehrere Abschleppfirmen an, bis das Auto gefunden war, organisierte ein wenig Bargeld (nehmen die keine Kreditkarte???) und fuhr mit Jens zum Abschleppparkplatz, um das Auto abzuholen. Dort wurde Jens seltsamerweise nur alleine auf den Parkplatz gelassen, um den Wagen zu identifizieren und auf Schäden zu prüfen. Es war aber alles in Ordnung, der Hotelmanager zahlte die 70 Dollar, und mit einer Stunde Verspätung konnten wir aufbrechen.

Insgesamt eine amüsante und lehrreiche Geschichte, und vielleicht sollte ich sie hier enden lassen.

Aber nach etwa 20 min Fahrt kündigte sich eine Mautstraße an und ich suchte nach den Dollars, die wir in der Mittellehne für diesen Anlass bereitgelegt hatten. Etwa 25 Dollar waren verschwunden, und ich begann mir einzureden, sie vielleicht geistesabwesend eingesteckt zu haben, als Benny bemerkte, dass seine Tüte mit neuen Outdoor-Klamotten verschwunden war.

Der feine Herr Abschleppheini war also geschickt genug, das Auto aufzubrechen, fast ohne Spuren zu hinterlassen - Jens bemerkte im Nachhinein, dass die Handbremse unnatürlich fest angezogen war, und bei der Auswahl des Diebesgut so geschickt vorzugehen, dass wir es erst zu spät merkten. Er ließ uns meine neuen Klamotten (Danke!!), eine kleine Digitalkamera und ein paar alte Schuhe, so dass wir nicht auf die Idee kamen, alles zu kontrollieren. Ärgerlich und nicht beweisbar.

Sehr. Lehrreich.


Nachtrag: Nachdem wir schon längst wieder zu Hause waren, bekam ich eine Mail von Anna, mit der ich mal zur Schule gegangen war. Wir waren damals nicht unbedingt befreundet und alles, was ich über sie wusste, war, dass sie vor einigen Jahren nach Amerika geheiratet hatte. Sie möchte dankenswerterweise unser zehnjähriges Abi-Jubiläum nächstes Jahr (*schluck*) in Uelzen organisieren, und ich sagte ihr provisorisch ab, da die Anreise doch zu weit wäre. Sie wurde neugierig, als ich erwähnte, ich wohnte in New Jersey und lud mich ein, sie dochmal in MAINE zu besuchen.

Genauer: In Portland.

15 September 2010

Von Maine nach Massachusetts

Die Route 1 verläuft die gesamte Ostküste entlang und erlaubt einem deutlich schönere Ausblicke auf die Küste als die schnelleren Interstate Highways. Manchmal begegnet man hier neben unzähligen Fastfood Geschäften auch Originellem (großklickbar):



Zur Erläuterung (das Foto wäre sicherlich besser geworden, wenn ich mich auf den Highway gestellt hätte, aber nun ja...): Die Anwohner dieser Straße besitzen mehrere Briefkästen. Unten im Bild jene für normale Post und Zeitungen. Deutlich höher ist ein Briefkasten mit der Ausschrift "Bills", also Rechnungen, schwach zu erkennen. Noch höher ist natürlich der Briefkasten für die Luftpost angebracht. Offensichtlich hat dieses Kunstwerk der Straße den entsprechenden Namen eingebracht. Oder andersherum?

Maine ist sehr schön und es war ein wenig schade, dass unsere Zeit zu begrenzt war, um Maine die gebührende Aufmerksamkeit zu würdigen.



Uns blieb nur eine Nacht in Portland, die wir im überraschend günstigen und überraschend guten Hotel St.Johns Inn verbrachten.



Nicht so gut war, dass am nächsten Tag unser Auto verschwunden war, aber dazu später mehr, ich gehe jetzt zum Dinner :-)

Maine

Es ist ja ein bisschen gemein, sich mit dem Ausblick auf ein Cliff Climbing zu verabschieden und dann mehrere Tage nichts von sich hören zu lassen (Liebe Eltern, es tut mir leid!)... aber es erhöht auch die Spannung erheblich, nicht wahr? Ich weiß, dass es einige unter euch gar nicht abwarten können, bis ein neuer Blogeintrag veröffentlicht wird (na gut, ich weiß von einer Person, auf die das zutrifft - und von drei anderen, dass sie mit dem Lesen noch im Juni sind: hey, soviel schreib ich doch gar nicht, und es sind doch auch immer bunte Bilder dabei!)

Ich bin heile alle Kliffs herunter- und wieder heraufgekommen, obwohl ich beim letzten Aufstieg so meine Zweifel hatte, ob die Kraft noch reicht. Mein Instructor war zwar sicherlich recht kräftig, aber auch deutlich leichter als ich, und am Kliff klammernd suchte ich schonmal eine Route zum nächsten Strand, wo er mich dann im Misserfolgsfall aufsammeln würde. Dank meines Kraftsports (nicht wahr, Annika?) war das dann aber gar nicht nötig. Ein paar Bildchen:





Das kleine Grüne mit dem schlechtsitzendem Helm bin übrigens ich. Mein Instructor Pete (good-looking fellow btw, google "Pete Fasoldt"!) sagte, ich hätte "one of those heads"... was auch immer das bedeuten mag. Wie auf dem nächsten Bild zu erkennen ist, war ich auch nicht durchgehend zum Scherzen aufgelegt.





Aber nachdem die kritische Stelle überwunden war, war alles wieder gut.





Neben netten Kliffs hatte die Insel auch noch mehr für uns. Ein Häuschen:



Und eine dramatische Küste bei Nebel:

7 September 2010

White Mountains in New Hampshire

In New Hampshire buchten wir uns recht guenstig ein Cottage auf einem Campingplatz in North Woodstock, mitten in den White Mountains. Abends ging es ins Brauhaus und am naechsten Tag auf einen Berg, den Hedgehog, wieder runter und wieder ins Brauhaus. Am naechsten Morgen verliessen wir New Hampshire auch schon wieder, aber nicht, ohne zuvor mit unserm Jeep auf den Mount Washington raufzufahren, den hoechsten Berg der White Mountains, eine steile Angelegenheit und durchaus nichts fuer Menschen mit Hoehenangst - mir war auch ein wenig mulmig. Waehrend unten angenehmes T-Shirt-Wetter herrschte waren es oben etwa 6 C - hier wurde wohl auch die hoechste Windgeschwindigkeit gemessen, die jemals gemessen wurde.



Wieder unten machten wir uns dann auf den Weg nach Osten, Richtung Maine. Dabei passierten wir das Hotel, in welchem "The Shining" spielt - es wirkte deutlich weniger gruselig als im Film. Abends fanden wir wieder ein guenstiges Cottage auf Mount Desert Island, einer Insel in Maine mit einem beruehmten Nationalpark drauf, dem Acadia National Park. Hier sitze ich nun im groessten Ort der Insel, Bar Harbor, in einem Cafe und warte darauf, demnachst irgendwelche Cliffs hoch- und runterzukraxeln. Die Jungs zogen es vor, mit dem Radl die Insel zu erkunden. Morgen gibts dann coole Kletterbilder!

6 September 2010

Von Vermont nach New Hampshire

Die Nacht im Hostel war kurz, da die Waffeleisen ab 6:30 Uhr piependerweise im Dauerbetrieb, und die Ohrenstoepsel irgendwann in der Nacht abhanden gekommen waren. Aber eine Dusche mit wenig und dafuer kaltem Wasser machte auch wach, und Waffeln mit dem beruehmten Vermonter Ahornsirup entschaedigen mich fuer einiges!



Wir besichtigten Burlington, ein huebsches Staedtchen am Lake Champlain in Vermont, bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen 25 C.



In der Stadt gab es einen netten Bauernmarkt und einen originellen Troubadour, eine Menge Althippies, Alternative und dicke Kinder:




Nachmittags verliessen wir dann Vermont und machten uns nach New Hampshire auf, dem Bundesstaat mit dem Motto: Live free or die...

4 September 2010

Roadtrip Reroaded

Ich befinde mich gerade in einem Hostel ohne Tueren in Burlington, Vermont, und das kam so: Unser letzter Roadtrip ist ja nun schon ueber 4 Monate her. Es wurde Zeit, auch den Norden zu erkunden, und heute Mittag gings los. Dem eigentlichen Plan, an der Kueste entlang zu fahren, machte Hurricane Earl einen Strich durch die Rechnung, so dass wir relativ planlos erstmal nach Norden ins Landesinnere starteten. Mit geschlossenen Augen zeigte der Finger auf Burlington, Vermont, und nach etwa 7 Stunden Autofahrt kamen wir gegen 23 Uhr in unserm Hostel an. Zwischendurch gab es noch Dinner in einem Restaurant am See mit grossartigem Sonnenuntergang und einem sehr ordentlichen 3-Gaenge-Menu fuer $15 (inklusive Bier). Das ist richtig billig. Der junge Mann, der sich beim Essen um uns kuemmerte, war auch sehr nett (anzuschauen) und troestete (mich) ueber den Rest der Gesellschaft (2 Familien und 36 Tische mit Rentnern) hinweg.

Nun beginnt hier demnaechst der Indian Summer, zudem ist dies Wochenende ein langes, daher waren die Hotelpreise entsprechend hoch. Wir, jugendlich und wild, wie man uns kennt, buchten daher spontan ein Hostel. Fuer sehr wenig Geld trafen wir auf eine saubere, loftaehnliche Anlage mitten im Stadtzentrum. Alle Raeume sind durch Vorhaenge voneinander abgetrennt, nur die Toiletten haben Tueren, trotzdem ist es nicht laut hier. Morgen frueh muss nur einer von uns um 8 aufstehen und die Parkuhr fuettern - dann gibts hier Waffeln und Kaffee zum Fruehstueck, einen halben Tag in Burlington (bitte keine Sockenwitze in den Kommentaren, das ist ein anderes Burlington, glaube ich), und anschliessend noch 2 Stuendchen Autofahrt in die White Mountains, wo dann Wandern angesagt ist. Moeglicherweise gibts dann mehr Text hier und vielleicht sogar Bilder!

28 August 2010

Philly

Die Stadt Philadelphia ist berühmt für ihr Philly Cheese Steak und berüchtigt für ihre hohe Mordrate. Letzteres hielt uns aber nicht davon ab, ersteres auszuprobieren, und so fuhren Jens, Michael und ich am Samstag mit dem Zug nach Philadelphia. Nach einem ordentlichen Fußmarsch durchs italienische Viertel erreichten wir einen der drei berühmten Cheese Steak Places, Geno's, welcher schon von weitem durch die lange Schlange zu erkennen war. Ein Philly Cheese Steak ist ein kleingehäckseltes Stück Fleisch (Tierart war nicht eindeutig zuzuordnen) mit Käse (z.B. Provolone oder halbflüssiger "American Cheese") im länglichen Brötchen. Dem kann man noch bei Bedarf Zwiebeln und Ketchup zufügen und erhält somit den Döner à la Philly und glückliche Gesichter:



Nachdem nun also der eigentliche Zweck des Ausflugs erledigt war, konnten wir uns noch ein wenig den Rest der Stadt anschauen. Es gibt dort jede Menge historisch wichtige Gebäude, und in Philly wurde auch die Unabhängigkeitserklärung beschlossen:



Um der Würde der Stadt Rechnung zu tragen, kleideten wir uns schließlich noch entsprechend ein:



Und beim letzten Foto zeigte eine Passantin Erbarmen, die unsere hilflosen Versuche, uns mit einem iPhone selbst zu fotografieren, nicht länger mit ansehen konnte:

15 August 2010

Birthday-Blog

Liebe Leser,
ich habe euch ein wenig vernachlässigt in den letzten Wochen, deshalb lasse ich heute mal den Strand Strand sein und haue stattdessen ein wenig in die Tasten - übrigens war ich auch gestern schon am Strand und heute 3 Stunden Paddeln - ist zwar nicht MeckPomm, aber dafür gibt's hier Schildkröten und Adler. Jetzt regnet es und ich werde ein wenig über meine Geburtstagsparty berichten.

Es war nichts geplant, da ich die Woche vorher in Texas verbracht hatte. In meinem Forschungsprojekt ist einmal jährlich ein großer Workshop vorgesehen, bei dem sich alle Mitglieder treffen und über Wissenschaft reden. Dies Jahr waren die Jungs und Mädels von der Rice University in Houston an der Reihe, alles zu organisieren. Wer sich hier ein wenig auskennt, kann sich sicher etwas Schöneres vorstellen, als den August in Texas zu verbringen - Temperaturen um die 38 °C bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit sind nicht unbedingt übermäßig angenehm. Der Workshop war aber trotzdem richtig gut, da ich nun viel besser Bescheid weiß, worum es bei unser Forschung eigentlich geht und was da gerade Stand der Wissenschaft ist, und weil ich eine richtig gute Zeit hatte. Ich war dort mehr oder weniger alleine unter Fremden und habe sehr schnell verschiedenste Menschen kennengelernt - vom Highschool-Schüler zum Professor. Und ich hatte ein großartiges Dinner am Golf von Mexiko bei Sonnenuntergang:



Nun kam ich also Freitagnacht in Newark am Flughafen an, und Jens und Nick hatten sich netterweise dazu bereit erklärt, mich von dort abzuholen. Mein Flug war verspätet, weil es auf dem vorhergehenden Flug mit diesem Flugzeug Einträge ins Logbuch gegeben hat - was wohl nicht gut ist - und dann einige Sachen gecheckt werden mussten. Manchmal möchte man diese Details gar nicht wissen. Gegen Mitternacht bin ich dann gelandet und die Jungs begrüßten mich mit einem Stück Cheesecake, welches für mich vom letzten Geburtstag (Roomie Nr. 3 hatte kurz vorher Geburtstag) aufgehoben wurde. Das war genau das Richtige nach einem Flug, wo es als "Snack" nur einen american-sized Cheeseburger mit Chips und Cookie gab.

Die Jungs mussten dann schnell ins Bett, weil sie sich für den nächsten Tag für eine Fahrradtour in der Nähe von Princeton angemeldet hatten. Ich konnte aber ausschlafen, Wäsche waschen, und mich mental aufs Älterwerden vorbereiten. Als die Jungs nach 80 km radeln fertig waren, ging es mit Franzi und mir an den Strand.


Und nachdem die Sonne untergegangen war:


zu Famous Dave's, einem BBQ-Restaurant:



Satt fuhren wir dann zu den Jungs nach Haus, wo es dann um Mitternacht meinen Geburtstagskuchen gab, Cheesecake:


Am nächsten Tag konnte ich dann mein zum Geburtstag aufgemotztes Fahrrad testfahren:


Und zum guten Abschluss eines großartigen Wochenendes ging es dann am Sonntag mit Franzi und Jens für etwa 4 Stunden ins Shoppingcenter.

Roadtrip - letzter Teil

Im September steht unser nächster Roadtrip an, daher möchte ich nun die Berichterstattung des letztens Roadtrips mit folgendem Gastbeitrag von Jens abschließen (großklickbar):