28 June 2010

Roadtrip Teil III - Cape Canaveral

Ich würde ja der Vollständigkeit halber gerne etwas über unsern Besuch im Kennedy Space Center in Cape Canaveral berichten, aber die Fotos geben nicht wieder, wie groß die Raketen, wie spannend der Blick auf die Abschussrampen und wie unangenehm vorverdaut die Art der Präsentation war. Also nur ein kleiner Einblick. Große Raketen:



Abschussrampe:



Und die Vermittlung von Wissen stellte sich so dar, dass man von einer Station zur nächsten gefahren wurde und sich im Bus kleine Filmchen anschaute, die mit pathetischer Musik unterlegt die Leistungen der amerikanischen Raumfahrt pries. Bei der nächsten Station angekommen, gab es dann einen weiteren Film und anschließend schaute man sich die Exponate an. Alles in allem ziemlich eindrucksvoll und den Raketenstart ein paar Wochen darauf habe ich mit großem Interesse verfolgt.

16 June 2010

Roadtrip Teil II - Celebration

Florida hat nicht nur Miami und Strand zu bieten, nein, es beherbergt auch das Great American Pie Festival und so machten wir - durch entsprechende Poster am Highway darauf aufmerksam und neugierig geworden - uns auf nach Celebration. Gibt es einen Ort mit einem angemesseneren Namen für eine Veranstaltung dieser Bedeutung?

Ich denke nicht.

Celebration liegt in der Nähe von Orlando und wir ließen Disneyworld links liegen, denn in Celebration erwartete uns ein Pie-Back-Wettbewerb, Pie-Wettessen und Pie - all you can eat. Besonders der letzte Punkt wirkte sehr motivierend auf Jens, und mit großer Spannung nahmen wir die mehrstündige Reise ins Innere Floridas auf uns.

Wir wurden nicht enttäuscht. Bei großartigem Wetter reihten sich in einer Parkanlage zwischen Bäumen und an einem See verschiedene Buden aneinander:


Es gab eine Bühne auf der das Wettessen stattfand, welches wir leider (?) verpasst hatten - stattdessen tanzten ein paar Kinder herum, die man als Pie verkleidet hatte, während die Siegerehrung des Pie-Backwettbewerbs vorbereitet wurde:


Und der wichtigste Tagesordnungspunkt - Pie, soviel man essen kann - fand auch statt. Ich denke, wir hatten etwa jeder 5 Stück:


Als uns dann ausreichend schlecht war, ging es zum Ausgleich für diese enorme Kalorienzufuhr zum Outlet-Center, welches zufällig auf dem Weg zu unserm Hotel lag, denn Shopping ist auch Sport. Ich frag mich manchmal, wie weit der Eurokurs noch sinken muss, bis ich mir die Preise hier nicht mehr schönrechnen kann.

15 June 2010

Meine neue Wohnung

Am Sonntag habe ich meine neue Wohnung besichtigt. Eigentlich ist es eher ein Häuschen:


Dies ist meine Bibliothek:


Mein persönliches Zimmer, in das ich mich bei Bedarf zurückziehen kann (drawing room):


Mein Wohnzimmer:


Und schließlich der Master Bedroom, mein Schlafzimmer:


Dann bin ich aufgewacht und musste feststellen, dass ich gar nicht Thomas A. Edison bin und wir uns auch nicht am Ende des 19. Jahrhundert befinden...

Hiking in Pennsylvania

Das Gute an New Jersey ist, dass man es nicht weit nach Pennsylvania hat. Pennsylvania hat die Appalachen und die laden zum Wandern ein. Der Plan war also, am Samstag vormittag Wanderschuhe und Mückenspray zu packen und dann sollte es auf nach Pennsylvania gehen. Der Jens, ich und der Nick, der für jeden Spaß zu haben ist (und ein Auto hat) verabredeten uns also so um zwölfish bei den Jungs in der Wohnung, so dass ich vorher noch die Gelegenheit beim Schopfe packen und mir eine schöne Wanderhose kaufen konnte. Perfekt ausgestattet ging es dann gegen halb zwei pünktlich los, und wir mussten nur noch unterwegs das Auto abgeben, welches Nick über Nacht zum Probefahren behalten hatte.

Dazu muss man wissen, dass er schon seit Monaten ein Auge auf einen bestimmten Fahrzeugtyp geworfen hatte, welcher in New Jersey und Umgebung einfach nicht erhältlich war. Nun ergab es sich aber so, dass er schließlich doch ein Exemplar finden konnte und just an diesem Freitag ein Besichtigungstermin ausgemacht worden war und nach sechs Stunden - von Seiten der Verkäufer erfolgloser - Verhandlung der Wagen zur weiteren Inspektion über Nacht mitgegeben wurde.

Am Samstag sollte der Wagen also zurückgebracht werden, um dann einen moderat schwierigen Hiking-Trail zu meistern, welcher einen Blick auf Philadelphias Skyline versprach und innerhalb von vier Stunden zu bewältigen sein sollte.
Um das Ganze nun hier abzukürzen und die Darstellung nicht entsprechend des eigentlichen Erlebens in die Länge zu ziehen: Wir waren gegen drei Uhr nachmittags beim Autohändler, zwei Stunden später waren sich die Verhandelnden einig (und vorher ließen sie uns auch nicht gehen - und das ist wörtlich zu verstehen!), und gegen acht Uhr abends war der Papierkram erledigt. Den einzigen View, den ich am Samstag in Pennsylvania bekommen konnte, war der auf einen neuen gebrauchten Mercedes BlueTec:

7 June 2010

Sonntag waren wir in New York City, ich zum Shoppen, Jens und Patrick um ihrem Studienfreund Carsten, welcher von einer Konferenz in LA kam, bei uns zwischenstoppte und zum ersten Mal New York besuchte, die Highlights der Stadt zu zeigen. Wir waren alle sehr erfolgreich, ich habe zum Beispiel eine Turnhalle entdeckt, in der junge New Yorker Designer ihre Werke ausstellten und verkauften: Kleidung, Schmuck, Bilder,... Habe eine sehr tolle Designerin entdeckt und vermutlich ihre Juni-Miete finanziert. @Annika: Ich glaub, das magst du auch!

Abends gings dann zum Italiener in Little Italy und dann standesgemäß in der Stretch-Limo zum Bahnhof - es war gerade kein normalgroßes Taxi zur Hand.

1 June 2010

Reunions

Letztes Wochenende häufte sich in Princeton die Zahl gesichteter alter Zausel in sonderbaren orangefarbenen Gewändern, unterwegs in Golfcarts.

Was war los?

Wie jedes Jahr hatte die Universität Princeton zu ihren berühmt/berüchtigten Reunions geladen. Das ist ein Klassentreffen der besonderen Art, da Princetons Alumni die Universität in besonders hohem Ausmaße mit Spendengeldern unterstützen. Die Universität Princeton steht anscheinend sogar an der Spitze der Empfänger von Alumni-Spendengeldern. Um die großzügigen Damen und Herren bei Laune zu halten, wird daher einmal im Jahr von Donnerstag bis Samstag einiges aufgefahren.

Tagsüber gibt es einiger Alibi-Veranstaltungen, bei denen berühmte Alumni Vorträge halten, oder an Podiumsdiskussionen teilnehmen. Die nicht ganz so berühmten (sondern einfach nur reichen) Alumni hören zu, diskutieren mit oder treffen sich mit den einzelnen Studentengruppierungen (Ruderclub, A-Capella-Chor, Schwulen/Lesben/Transsexuellen-Vereinigung, Theatergruppe, ...) von "damals", um in verschiedenen formlosen Veranstaltungen gemeinsam zu reminiszieren.

Abends beginnt dann allerdings der wichtigste Part, und auch der eigentliche Grund dafür, dass jedes Jahr tausende Alumni lange Reisen auf sich nehmen, in Dorms oder Motels (!) übernachten und sich ihre unförmigen Jacken überstülpen: Der gesamte Campus ist ein einziges Bierzelt mit Freibier!
Nun weiß der Amerika-Reisende, dass die schöne deutsche Gewohnheit, auf öffentlichen Plätzen Bier zu trinken, hier leider untersagt ist - die Auslegung dieses Gesetzes kann jedoch etwas gedehnt werden (da man als Campus Polizei ja indirekt von den Alumni bezahlt wird), indem man einfach einige Holzzäune und Bierzelte auf dem Campus verteilt und vier bis fünf Augen zudrückt.

Diejenigen, welche am Samstagnachmittag nach zwei Nächten massiven Bierkonsums noch laufen (oder Golfcart fahren) können, versammeln sich dann zur P-Rade - ein neckische Wortspiel, bei dem das "P" für Princeton und nicht für "to pee" stehen soll. Die P-Rade ist eine Parade über den Campus, bei der die Alumni nach Jahrgängen sortiert vom ältesten bis zum Jahrgang 2009 ein Spalier aus Studenten und interessierten Zuschauern ablaufen. Dabei tragen sie ihr Beer-Jacket, welches man vielleicht als Äquivalent zu unserm Abi-T-Shirt beschreiben kann. Nur in orange. Das Ganze wird von der Musik der aktuellen Universitäts-Band untermalt, sowie von einigen überlebenden Alumni-Combos und eingeflogenen Marching-Bands im Schotten-Style.

Der älteste Alumni führt den Umzug an und darf dabei den silbernen Stock tragen, welchen er allerdings im Golfcart nicht brauchen sollte. In diesem Jahr feierte er sein 85. Jubiläum und dürfte damit über hundert Jahre alt sein:



Nur zehn Jahre jünger ist dieser Herr:



Dieser kann nicht nur noch laufen:



Und diese tragen ihr Alter mit Fassung (großklickbar):



Alles in allem eine großartige Veranstaltung - für Alumni und ihre Familie, welche nicht selten ebenfalls Princeton Alumi sind. Dem Außenstehenden wurde schnell langweilig und er konzentrierte sich lieber auf sein Kaltgetränk und freute sich auf die krönende Abschlussveranstaltung, das große Feuerwerk, welches mit emotionaler Musikuntermalung die Veranstaltung offiziell beendete.





24 May 2010

10 things I like about Princeton

1. Ich kann an einem beliebigen Tag im Abendkleid durch die Stadt laufen kann und falle dabei nicht auf.
2. Jane.
3. Small World Coffee.
4. Die Aussicht aus meinem Bürofenster.

5. Die Nobelpreisträgerdichte.
6. Squirrels.
7. Nachts kommen die Heinzelmännchen und putzen alle Straßen blitzeblank.
8. Die gutgebauten Studenten, die nur mit einer orangen Badehose bekleidet den "Fountain of Freedom" reinigen (leider ohne Foto).
9. Die Nähe zu New York.
10. Frisches Obst und Gemüse.

How are you?

Was bedeutet eigentlich "How are you?" - eine Frage, die mir mehrmals täglich gestellt wird, seit ich amerikanischen Boden betreten habe und mich noch immer regelmäßig in Verwirrung stürzt. So wundere ich mich, dass sogar der Müllmann wissen will, wie es mir geht. Dabei kann "How are you?" Verschiedenes bedeuten:

a) In den allermeisten Fällen: Hi!
b) Unter engen Freunden: How are you?
c) Beim Treffen mit dem Boss: How is your work?

Was leider immer noch nicht die Frage klärt, wie man eigentlich darauf antwortet...

Roadtrip Teil I - Miami

Bevor ich mit meinem Postdoc so richtig loslegen wollte, fand ich, dass ich mir nach all den Strapazen doch einen kleinen Urlaub verdient hatte. Also schnappte ich mir den Jens, Flugtickets nach Miami, dort einen Mietwagen und los ging der ROADTRIP.

Am Flughafen in Miami die erste Überraschung: Unser Mietwagen war zwar vorbestellt und auch da, aber offensichtlich hatte ich keinerlei Versicherung mitbestellt (ich war mir sicher, dass ich die entsprechenden Kästchen bei der Online-Buchung angekreuzt hatte), was das ohnehin schon ziemlich kostspielige Unternehmen nochmals um 50 % verteuern sollte. Schluck. Wir nahmen es hin, stiegen in unsern Flitzer (Chevrolet Impala V8) und suchten unser Hotel auf, ein prima Best Western in North Miami.

Frühstück gab es am nächsten Tag dann im angrenzenden Café, welches an Kaffeespezialitäten leider nur regular coffee mit regular milk zu bieten hatte. Auch die Rechnung war zum selbst Zusammenaddieren und wenn man nicht die aktuellen Steuersätze von Bundesstaat und County zur Hand hatte, musste man eben kreativ sein. Gestärkt schauten wir uns dann South Beach an, früher mal die Bühne für perfekt aussehende Menschen, inzwischen konnten aber selbst wir uns auch unauffällig unters Volk mischen. South Beach glänzte einmal durch seine Art Déco Häuschen in der Shoppingmeile, diese waren allerdings ein wenig heruntergekommen und ich fand die Privatvillen einiger sehr reicher Leute eindrucksvoller. Etwas Einzigartiges bekamen wir aber dann doch zu sehen: ein paar nette Jungs, die Turnen übten.














Um uns nach diesem Anblick abzukühlen, was lag da näher, als in den Atlantik zu springen? Der lockte mit türkisfarbenen Wasser und einem postkartenmotivwürdigen weißen Strand. Schnell stellten wir jedoch fest, dass das Abkühlen so nicht funktionieren würde, denn das Wasser war etwa 30 °C warm. Aber schön. Und nach ein bisschen Planschen schlossen wir den Strandbesuch mit einem Strawberry-Cheesecake-Eis ab.





Im Anschluss wollten wir uns noch ein wenig in Miami Downtown verfahren - hat wunderbar geklappt, und diese Erfahrung ist auch unbedingt empfehlenswert, denn Miami Downtown ist wie ein Vergnügungspark, nur dass die Achterbahnen hier Highways sind, welche kreuz und quer und auf mehreren Ebenen durch die Stadt führen. Miami besitzt neben dem normalen, netzartigen Straßennetz eine Interstate Autobahn, fünf Expressways und eine turnpike extension. Eh man sich versieht, befindet man sich plötzlich über den Dächern der kleineren Häuser und hat einen großartigen Blick auf die Skyline. Ich fand's toll, Jens (am Steuer) wirkte etwas unentspannt.

Abends gab's dann organic Pizza und beet salad vor einen wunderschönen Sonnenuntergang mit Palmen.

23 May 2010

Celebrities

Jens wohnt in einer Dreier-WG zusammen mit einem französischen Postdoc, Michael, und seinem Landlord, dem Australier Nick, einem erfolgreichen Geschäftsmann in der Pharmabranche.
Sie teilen sich ein Haus mit drei Schlafzimmern, Bad, großer Küche, Esszimmer und Wohnzimmer. Ich mag die drei Jungs und ihr Haus so gerne, dass ich ständig dort herumhänge und manchmal schon als Teil ihrer WG angesehen werde. Zum Beispiel nehmen sie mich auf ihrem wöchentlichen Shopping-Trip zu Wegman's mit. Dort kaufen wir immer 1-2 Stunden lang Lebensmittel ein und gehen dann irgendwo Burger essen.


Nicks Bruder Andrew ist Chefkoch in einem sehr guten Restaurant in New York. Er rief am Montag Nick an, weil Bill Clinton in seinem Restaurant saß und er ihn bekochen durfte. Für ein Foto traten die Bodyguards auch kurz mal beiseite.

Kein Foto gibt es leider von dem Moment, als Jens und ich Smalltalk mit Daniel Tsui, einem der Nobelpreisträger für Physik im Jahr 1998, betrieben. Diese Situation war eine sehr lustige, weil Daniel ein sehr fröhlicher Mensch ist und Jens immer anlacht, wenn er ihm auf dem Flur begegnet. Offiziell vorgestellt waren sie einander jedoch noch nicht, als wir Daniel bei einer förmlichen Festlichkeit für Jens' Boss trafen und er fragend in unsere Richtung gestikulierte, wie um zu erfahren, ob da was geht zwischen Jens und mir. Jens wusste nicht, wie man sich beim Treffen mit Nobelpreisträgern gesellschaftlich korrekt verhält, insbesondere weil er mich gerne vorstellen wollte. Das war zu lustig im Nachhinein und etwas surreal. Letztendlich weiß ich gar nicht mehr, worüber wir geredet haben, da ich ihn wegen seines Akzentes nicht so gut verstanden habe und mir die ganze Zeit nur durch den Kopf ging: Wow - Small Talk mit einem Nobelpreisträger!


Maike sucht ein Zuhause


Ich wohne in einer Dreier-WG sehr, sehr dicht an meinen Institut und nah an Downtown Princeton. Hier ist eine Karte von Princeton, in die ich nach und nach die wichtigsten Orte eintragen werde. "Downtown Princeton" ist als Ironie zu verstehen, auch wenn die Einwohner hier es durchaus ernst meinen. Dafür, dass es so berühmt ist, ist Princeton sehr, sehr klein.

Meine Mitwohnis sind Paula aus Spanien, die ein Übersetzungsbüro in Madrid hat und einige Monate hier als Urlaub/Weiterbildung verbringt und Eric, ein Undergraduate Student, der sich mitten im Studium eine Auszeit genommen hatte, jetzt wieder studiert, und dessen Mitstudis inzwischen alle graduiert und Princeton verlassen haben. Wie wohnen in einem Apartment mit 3 Zimmern, Küche und Bad, der Rest des Hauses ist nicht Bestandteil des vermieteten Apartments. Die Küche ist ok, das Bad ziemlich klein und wir zahlen jeder knapp 1000 $ pro Monat.

Eric ist selten da und wenn, dann schläft er. Mit Paula trinke ich ab und zu mal ein Bierchen oder Weinchen und sie erzählt mir von ihren crazy Freunden. Sie hat in kurzer Zeit schon unglaublich viele Leute hier kennengelernt, die sie zum Segeln um Manhattan herum mitgenommen haben, zu Kostümparties einladen, und ständig irgendwo Lunch, Coffee, Dinner oder Drinks mit ihr haben wollen. Manchmal gehe ich mit. Falls jemand eine gute Idee für eine Kostümparty mit dem Motto "Cartoons" hat (für mich), nur heraus damit!

Jedenfalls muss Paula Ende aus Visumsgründen zurück nach Spanien, Eric verlässt uns schon Ende Mai und mir fehlt ein Wohnzimmer und ein bisschen mehr Wohnqualität, so dass ich ein Zimmer suche. Nach einigen Besichtigungen konnte ich feststellen, dass die Menschen in den WGs eigentlich immer sehr nett sind, aber sich bis auf eine Ausnahme nicht sonderlich um die Sauberkeit in den Gemeinschaftsräumen kümmern. Wer hätte das gedacht? Ein extremes Beispiel: Ein Professor der Woodrow Wilson School (berühmtes Institut an der Uni Princeton im Bereich Economy) besitzt ein großes, wunderschönes Haus mit großem, gepflegten Garten und trotzdem sehr zentral. Er und seine Frau untervermieten mehrere Zimmer und die Miete ist erstaunlich niedrig. Ich betrete das Haus, but what a mess!! Der Eingang erfolgt durch die Küche des Professorenehepaars, die man nur erahnen kann, da sich auf allen Ablageflächen und auf dem Fussboden Bücher, Videos, Küchenutensilien und Lebensmittel stapeln. In der Ecke liegt etwas, was a) Katzenfutter, b) Katzenklo oder c) Rattenexkremente sein könnte. So riecht es übrigens auch. Die steile Treppe zu den untervermieteten Räumen ist lebensgefährlich und mit einem flauschigen (und rutschigen) Teppich lose bedeckt. Die Schlafzimmer sind ok. Die untervermietete "Küche" besteht aus einer dunklen Ecke unter einer Dachschräge mit zwei versifften Kochplatten, ein paar Kühlschränken, und alles ist pekig.

Wie sagt man einem netten Studenten, der einem sein Heim zeigt, dass er einem ja sympathisch ist, man seine Wohnung aber leider widerlich findet?

Maike macht einen Blog

Ok, jetzt ist es also soweit. Nachdem ich alle so lange vertröstet habe, hat mir mein Mitwohni Paula gestern den entscheidenen Tritt in den Hintern verpasst und jetzt mach ich mal einen Blog über meine Zeit hier in Amerika, so dass sich jeder soviel informieren kann wie er/sie mag.

Die erste Zeit werde ich vermutlich noch sehr viel herumspielen, bis der Blog seine endgültige Form gefunden hat und ich kann auch nicht versprechen, dass ich hier regelmäßig Texte schreiben werde, oder dass diese besonders interessant sein werden, und sich überhaupt jemand auf diese Seite verirrt, aber mir geht es auch darum, möglichst viele Erfahrungen niederzuschreiben, da mein kleines Gehirn auch gerne mal was vergisst.

Viel Spaß.